WON 26.3.2011
Gesundheit
Autor: Philipp Neumann| 07:50
Krankenkassen werfen Ärzten Gewinnstreben vor
Die Chefin des Krankenkassenverbands Doris Pfeiffer fordert den Gesundheitsminister auf, überschüssiges Geld im Gesundheitsfonds zurückzugegeben.
Welt Online: Frau Pfeiffer, wie schlecht ist die medizinische Versorgung in Deutschland?
Doris Pfeiffer: Unsere medizinische Versorgung ist grundsätzlich gut, international sogar eine der besten.
Welt Online: Der Gesundheitsminister sagt, die Versorgung müsse besser werden und plant ein Gesetz – ist das nötig?
Pfeiffer: Wir haben zu viele Ärzte mit eigener Praxis, (1) es gibt zu viele Krankenhausbetten, und die Zusammenarbeit zwischen Praxen und Krankenhäusern sollte besser sein. Es werden auch noch immer Medikamente und Verfahren eingeführt, deren Zusatznutzen nicht belegt ist. Es gibt viel zu tun.
dentix (1) Zunächst mal eine bloße Behauptung! Aber wichtig erscheint mir Ihre Formulierung „mit eigener Praxis“. Also könnte die Zahl der Ärzte ruhig gleich bleiben, wenn sie denn nicht in eigener Praxis praktizierten. Ah, da taucht mal wieder Ullas und Lauterbachs Vorhaben der Praxisgemeinschaften/Gemeinschaftspraxen/Ärztehäuser auf. Und wenn man dann nicht vergißt, daß Propeller-Charly im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG – Deutschlands größter privater Klinikkette – sitzt, denen (wie den anderen auch) ein Geschäftsmodell vorschwebt bei dem der Kranke via eigener bzw. aufgekaufter Praxen den eigenen Krankenhäusern zugewiesen wird, dann erahnt man was Fr. Pfeiffer eigentlich meint. (Auch wenn Sie wohl eher auf kasseneigene Praxen, sogenannte Ambulatorien, abzielt. Womit Sie wiederum zeigt, daß Sie keine Anung von der Geschichte des Gesundheitssystems hat, denn diese Kassenambulatorien gab es einmal. Sie wurden samt und sonders eingestellt weil sie wesentlich teurer waren als der niedergelassene Arzt in eigener Praxis!)
Welt Online: Bleiben wir bei den Ärzten. Der Gesundheitsminister sagt, es müsse noch mehr Ärzte geben. Irrt er da?
Pfeiffer: Fakt ist: Wir haben so viele Ärzte wie nie. Es gibt rund 45.000 niedergelassene Ärzte mehr als noch vor 20 Jahren.(2) Es gibt aber ein Verteilungsproblem. Daran wird sich in den nächsten Jahren wenig ändern. Ich versuche den Minister davon zu überzeugen, dass man die Unterversorgung, die er beklagt, nur beseitigen kann, wenn man die Überversorgung abbaut.
dentix (2) Was war vor 20 Jahren? Wir haben jetzt 2011, das war folglich 1991, korrekt? War da nicht was mit DDR, Honi, und Wiedervereinigung? GENAU! Geradezu genial wie Sie die Zunahme der Ärztezahl durch die Wiedervereinigung als generelle Zunahme der Ärzte rechnet!
Eine typisch Pfeiffersche Argumentation durch Unterschlagen von Fakten!
Welt Online: Und wie soll das gehen?
Pfeiffer: Bis jetzt kann jeder Arzt die Lizenz, mit Krankenkassen abzurechnen, am Ende seines Berufslebens verkaufen. Es wäre besser, wenn die Zulassung als Kassenarzt nur noch auf Lebenszeit vergeben würde. Sie würde automatisch erlöschen, wenn ein Arzt sich zur Ruhe setzt. Die Zulassung auf Zeit wäre ein wichtiger Schritt, um die zu hohe Zahl der Ärzte in den Städten zu senken.
Welt Online: Die Ärzte werden protestieren. So eine Zulassung ist bares Geld wert.
Pfeiffer: Es geht nicht darum, jemanden zu enteignen. Der Verkauf der Zulassung ist Teil der Lebensplanung vieler heute berufstätiger Ärzte. Der Übergang auf die nächste Ärztegeneration muss also langfristig gestaltet werden. Aber: Wir müssen verhindern, dass sich immer wieder neue Ärzte in überversorgten Gebieten niederlassen.
dentix Schlicht Quatsch! Die Kassenzulassung (NICHT Lizenz! Brrr!) kann nicht verkauft werden! Allerdings sehen die Zulassungsregeln vor, daß eine bestehende Praxis auch in „überversorgten“ Bereichen weitergeführt werden darf!
(Weswegen auch der Spruch von wegen „immer neuer Ärzte in überversorgten Gebieten“ völliger Humbug ist!)
Zulassung auf Lebenszeit!
[Hihi! Das würde also bedeuten die Zulassung endet erst mit dem Tod. Wäre folglich eine enorme Verlängerung, wie ich gleich zeige!]
Fr. Pfeiffer hat wiedereinmal keine Ahnung! Die Zulassung als Vertragsarzt endet per Gesetz mit dem 68 Lebensjahr! Dann wird sie entzogen! Der betroffene Arzt darf dann keine Kassenpatienten mehr behandeln!
Und wenn der Arzt sich vorher zur Ruhe setzt erlischt die Zulassung auch!
Ich könnte aus der Haut fahren was die hier für einen Unsinn zusammenredet!
Nicht die Zulassung an sich ist Geld wert, sondern die Möglichkeit eine etablierte Praxis mit einem vorhandenen Patientenstamm weiterzuführen. Bei einer gut laufenden Praxis ist dieser Goodwill (so heißt das tatsächlich) ein wesentlicher Teil des Praxisverkaufspreises, den sich der bisherige Praxisinhaber über Jahre hart erarbeitet hat!
Wenn die Kassen (bzw. eigentlich die Politik) diesen Goodwill beschneiden will, dann ist das ENTEIGNUNG, da kann DP reden was Sie will!
(Man stelle sich dieses mal beim Verkauf eines Handwerkbetriebes vor! Die Politik beschließt, daß beim Verkauf des Betriebes Malermeister Pummels, der Preis NUR die vorhandenen Gerätschaften, die Betriebsräume und Betriebsfahrzeuge berücksichtigen darf! Ein höherer Preis – der auch den Goodwill, also die aktuelle Geschäftslage, den Kundenstamm, die Modernität der Ausrüstung etc. berücksichtigt - wird verboten! Für Handwerker gilt nämlich das Gleiche. Auch da ist der Goodwill ein wesentlicher Bestandteil des Verkaufswertes [und der Alterssicherung des Inhabers] .)
Übrigens ist dies eigentlich gesetzlich im Gesundheitswesen schon so geregelt. (Bloß nicht praktikabel!) Auch hier glänzt DP wieder mit Ahnungslosigkeit!!!!
Welt Online: Bleibt die Unterversorgung auf dem Land. Die Gesundheitspolitiker der Koalition und die Bundesländer wollen für die Planung der medizinischen Versorgung kleinere Gebiete als bisher betrachten. Hilft das?
Pfeiffer: Wir müssen nachschauen, wie viele Hausärzte man in einem Landkreis braucht, wie viele Fachärzte und wie viele Spezialisten. Wir müssen die so genannten Planungsbezirke also je nach Arztgruppe betrachten. Die Planungsbezirke müssen nicht kleiner werden. Dass die Bundesländer bei der Planung mitreden wollen, halte ich nicht für hilfreich. Die Krankenhausplanung ist heute schon Aufgabe der Länder, und die Ergebnisse sind nicht überzeugend.
dentix Fällt eigentlich jemandem auf, daß hier immer von Planung, Planungsbezirken, medizinischer Versorgungsplanung etc. geredet wird!? Ja, ja, die Ähnlichkeit ist keineswegs zufällig! Da steckt sozialistischer Plangedanke ala DDR, UdSSR, Nord-Korea usw. dahinter! Ulla hat ja schon mal sowas beiläufig ausgesprochen, daß Sie (und da ist sich ihre Partei und die aus diesen gespeisten Vertreter der Kassen einig) gerne „Fünf“jahrespläne für Gesundheit aufstellen möchte!
Welt Online: Was kostet diese bessere Versorgung?
Pfeiffer: Wenn man meint, es gebe zu wenige Ärzte und man müsse ihre Zahl mit zusätzlichem Geld erhöhen, dann wird es teurer. Ich hoffe, dass der Gesundheitsminister sich das noch gut überlegt. Die Ärzte haben in den vergangenen Jahren genug zusätzliches Geld bekommen.
dentix Sagt wer? DP! Komisch nur, daß die Ärzte belegbar aussagen, daß dieses „Mehr“geld bei Ihnen nicht ankommt!
Welt Online: Haben Sie den Eindruck, der Minister macht eine Politik für Ärzte oder für Versicherte?
Pfeiffer: Er hat jedenfalls Dinge durchgesetzt, die man einem FDP-Minister nicht zugetraut hätte. Ich denke an das Arzneimittelgesetz, wonach jetzt Zusatznutzen von Medikamenten überprüft wird. Auf diesem Weg könnte er weitergehen. Ich wünsche mir, dass auch die Innovationen im Krankenhausbereich auf Zusatznutzen und Kosten überprüft werden. Außerdem sollte es im Krankenhausbereich mehr Wettbewerb geben. Krankenkassen sollten mit ausgewählten Kliniken besondere Verträge über die Behandlung ihrer Versicherten schließen können.
dentix Aha, mehr Wettbewerb durch Einzelverträge mit den Kassen! Ich weiß ja nicht wo und mit welchem Abschluß Frau Pfeife Volks- und Betriebswirtschaft studiert hat, aber Sie hat jedenfalls ein seltsames Verständnis von Wettbewerb!
Wettbewerb ist – ganz simpel formuliert - die Konkurrenz vieler Anbieter um viele Nachfrager.
Dem gegenüber stehen Formen wie Kartell (eine Gruppe sich abstimmender Anbieter gegenüber vielen Nachfragern [damit gibt’s beim Benzin immer Probleme mit dem Kartellamt!]), das Monopol (1 Anbieter gegenüber vielen Nachfragern) oder das was wir im sonstigen Wirtschaftsleben häufig finden, der Zusammenschluß von Anbietern gegenüber dem Zusammenschluß von Nachfragern; z.B. Arbeitgeberverbände vs. Gewerkschaften; => Tarifverträge.
Was Sie will, ist was ganz anderes, nämlich das Monopol, mindestens aber das Kartell !
Sie möchte nämlich ein Monopol/Kartell der kranken Kassen gegenüber dem einzelnen Krankenhaus/Arzt/Zahnarzt; das ist es was „ ..mit ausgewählten Kliniken besondere Verträge über die Behandlung ihrer Versicherten schließen..“ eigentlich heißt!
Ein Beispiel wie soetwas läuft hatten wir gerade in Bayern mit den Hausarztverträgen. Erst wird ein Vertrag mit einer Gruppe von Ärzten geschlossen, der sogar erhöhte Honorare beinhaltete, allerdings auch besondere Bedingungen! Doch dann wollen die Kassen auf einmal entweder mehr Leistung für's gleiche Geld oder sogar mehr Leistung für weniger Geld! Und in dem Moment wo sich die Ärzte dagegen wehrten wurden die Verträge gekündigt! (Und dies wurde auch noch gerichtlich für Rechtens erklärt; andersherum, Kündigung der Verträge durch die Ärzte, wäre NIEMALS für rechtlich korrekt erklärt worden! Soweit zu gleichem Recht und gleichlangen Spießen, bzw. Verträgen auf gleicher Augenhöhe im Gesundheitssystem!)
Im übertragenen Sinne möchte Pfeiffer die Arbeitgeberverbände beibehalten, bzw. noch stärken, im Gegenzug aber die Gewerkschaften zerschlagen!
Welt Online: Die Gesundheitspolitiker von CDU und CSU wollen durchsetzen, dass Versicherte nicht länger als vier Wochen auf einen Termin beim Facharzt warten müssen. Eine gute Idee?
Pfeiffer: So ein Rechtsanspruch klingt gut, aber man müsste ihn auch kontrollieren. Ich halte von solchen Kontrollen nichts. Es gibt Kassen, die für ihre Versicherten schnell Arzttermine organisieren, das ist der bessere Weg. Und die Ärzte müssen endlich begreifen, dass 90 Prozent der Menschen gesetzlich versichert sind. Ohne Kassenpatienten könnten die allermeisten Praxen nicht existieren.
dentix Ausgerechnet die kranken Kassen, die nicht in der Lage sind die gesetzlich vorgeschriebenen regelmäßigen Mitgliederbestandsaktualisierungen durchzuführen, die es nicht schaffen schnell Heil- und Kostenpläne zu bearbeiten, bei denen Anträge auf Erstattung oder Genehmigung auch mal Wochen dauern, bis ein „Sachbearbeiter“ überhaupt einen Blick hineinwirft, die plötzlich – nach teilweise 2 -3 Jahren – bemerken, daß ein Versicherter seine Praxisgebühr nicht bezahlt hat, ausgerechnet die sollen nun Arzttermine organisieren?
Wie soll das funktionieren?
Spielen wir eine solche Szene doch mal durch:
V(ersicherter) [ruft bei der Kasse an]: „Ich brauche einen Termin für Behandlung A!“
S(achbearbeiter): „Okay, wann wäre es denn genehm? Ich hätte da noch einen frei am xx.yy, um z Uhr!“
Stop! Erstaunlich, der Sachbearbeiter hat ALLE Terminpläne ALLER möglichen Praxen vorliegen und braucht nur aussuchen!? Nicht sehr realistisch oder? Außer die Terminvergabe aller Praxen liefe in Zukunft online über zentrale Server! (Aber vielleicht ist das ja gerade eine der „tollen“ Funktionen die mittels eCard erreicht werden sollen! Bloß, dann kann der Versicherte selbst ins Netz gehen und Termine ausmachen, da braucht es die Kasse nicht!)
Also statt dessen:
S ruft nun eine Praxis nach der anderen an um für den Versicherten einen Termin zu finden.
P(raxis) 1: „Sorry, bis xx komplett voll!“
P 2: s. P 1, ebenso P 3, P 4, P 5, P 6.
P 7: „Ja, geht, am ab.cd um t0:30 Uhr!“
Weil er ein vorsichtiger und gewissenhafter Mensch ist, ruft S auch noch die Praxen 8, 9, und 10 an und bekommt bei 8 einen Termin ef.gh um u0:00 Uhr, bei 9 Antwort s. P 1 und bei 10 wäre Zeit am ij.kl um 0d:15 Uhr.
Erfreut ruft S nun den Versicherten an um ihm die möglichen Termine mitzuteilen.
V: „Am ab.cd hab' ich überhaupt keine Zeit, da hat meine Frau Geburtstag. - Am ef.gh ginge es, aber nicht um u0:00 Uhr, sondern erst ab x0:45 Uhr! Welche Praxis war das noch mit dem Termin am ij.kl P 10? Was, das ist viel zu weit weg! Das geht garnicht!“
Entnervt greift S wieder zum Hörer, ruft nochmal die gleichen Praxen und zusätzliche an um etwas „Druck“ zu machen und hat mehrfach den Arzt selbst am Telefon der/die ihm – unter anderem ;) - erklären:
„Natürlich kann der Patient einen Termin außerhalb der Öfnungszeiten bekommen, aber wer bezahlt dann die Überstunden meiner Mitarbeiter? Die Kasse?“,
„Werter Herr, auch ich habe eine Familie! Auch ich habe Kinder die mich wenigstens einmal die Woche sehen wollen! Auch ich brauche irgendwann mal eine durchgehende Erholungszeit, wie sie abhängig Beschäftigten gesetzlich zusteht! Ich arbeite, den Papierkram eingerechnet, jetzt schon 55-60 Stunden die Woche, wieviel arbeiten Sie, 37 oder 38 Stunden?“,
„Ich habe mein RLV-Kontingent an Patienten voll. Erwarten Sie tatsächlich, daß ich darüber hinaus Patienten behandle für deren Behandlung ich finanziell bestraft werde?“ etc. pp.
S hat jetzt also – für EINEN Versicherten - mindestens 20 Telefonate geführt [später stellt sich heraus, das der Versicherte den Termin den S dann doch für ihn fand, einfach platzen ließ – ohne abzusagen nicht hin ging!] und dafür, wenn wir pro Telefonat nur mal 2 Minuten annehmen, mindestens 40 Minuten Arbeitszeit aufgewendet. Es bleibt aber sicher nicht nur bei einem Versicherten der einen Termin haben will, sondern es wird sein Tag davon ausgefüllt sein. Zu anderen Tätigkeiten kommt er folglich nicht! Dann wäre das ein tolles Arbeitsplatzbeschaffungsprogramm für die Kassen, bloß wer bezahlt das? Letztlich die Versicherten mit ihren Beiträgen und Zusatzbeiträgen!
Müssten also Sanktionen her um die Ärzte zu zwingen Termine innerhalb von 4 Wochen zu vergeben.
Doch welche könnten das sein?
Honorarabzug?
Dann werden die Ärzte zu recht endgültig die Schnauze voll haben. Man stelle sich vor, da gibt es ein Budget (RLV) für dessen Überschreiten der Arzt mit Honorarabzug bestraft wird und nun zwingt man ihn genau dieses Budget zu überschreiten und droht ihm wenn er es nicht tut mit Honorarabzug!!!!!! Ob das grundgesetzlich zulässig wäre ist wohl nicht nur fraglich! Ganz ab von den rechtlichen Fragen bezüglich Berufsfreiheit, Eigentumsrecht und Arbeitsrecht (Mitarbeiter!)!
Zulassungsentzug?
Ab wann? Nachdem er 1mal, 2mal oder wievielten Mal keinen Termin frei hatte? Und wenn er beweisen kann, daß tatsächlich der Terminplaner komplett voll war? Gilt das auch wenn er Fortbildungen angesetzt hatte (es gibt schließlich eine Zwangsfortbildungpflicht mit Mindestpunktesoll), darf er noch Urlaub machen – oder will man einem Unternehmer in seinem Betrieb vorschreiben wann und wieviel Urlaub er machen darf?
Will man ihm verbieten Versicherte dieser Kasse (für die es keinen Termin gab) zu behandeln?
Das geht schlicht rechtlich nicht! Denn noch gibt es die freie Arztwahl des Patienten, auch wenn die Kassen kräftig daran arbeiten (siehe eben die Einzelverträge; die wir auch schon mal hatten!) dieses Recht abzuschaffen. Was hätte das für Konsequenzen! Da könnte dann die Kasse dem Versicherten vorschreiben zu welchem Arzt er gehen darf!?
Welch mechanistisches, ja sozialistisches, obrigkeitsstaatliches Denken verbirgt sich dahinter!
Man merkt daß die „Experten“ in Politik und Kassen keine Ärzte sind, denn dann wüßten sie, daß Heilung immer auch sehr viel mit Vertrauen, mit Psyche (Seele) und Emotion zu tun hat.
Diese „Experten“ betrachten den Menschen als Werkstück, als Maschine, und den Arzt als Mechaniker, der lediglich Öl nachfüllen, Teile wechseln oder Schrauben nachziehen muß, um den Menschen wieder zum Funktionieren zu bringen!
Welt Online: Die CDU fordert Zweibettzimmer für Kassenpatienten. Ist das sinnvoll?
Pfeiffer: Entscheidend ist, dass Patienten im Krankenhaus eine Behandlung nach dem neuesten medizinischen Stand bekommen.(3) Wenn sie dabei im Zweibettzimmer liegen, ist das schön, aber es muss nicht sein. Um mehr Zweibettzimmer zu bekommen, sollte die Bundesregierung die Länder ermahnen, mehr Investitionen dafür zur Verfügung zu stellen.
dentix (3) Ich zitiere das Sozialgesetzbuch 5:
§ 12 SGB V Wirtschaftlichkeitsgebot
(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.
(2) Ist für eine Leistung ein Festbetrag festgesetzt, erfüllt die Krankenkasse ihre Leistungspflicht mit dem Festbetrag
Tja, Frau Pfeiffer, da steht aber nichts von „... Behandlung nach dem neuesten medizinischen Stand...“, sondern lediglich : ausreichend (Schulnote 4), zweckmäßig, wirtschaftlich und notwendig! (Häufig WANZ (wirtschaftlich, ausreichend, notwendig, zweckmäßig) abgekürzt!)
Als Chefin des Krankenkassenverbandes sollten Sie das eigentlich wisssen!
Oder wissen Sie das, und erzählen trotzdem das Märchen vom Anspruch des gesetzlich Versicherten auf bestmögliche Versorgung!? Wieder einmal das alte Lied. Politik und Kassen erzählen vollmundig von bester medizinischer Versorgung die den Versicherten zustünde und dreschen dann auf die „Leistungserbringer“ ein, die sich ans Gesetz halten und eben „nur“ WANZ leisten (dürfen!).
Ich nenne das eine bewußte Lüge!
Welt Online: Die Koalition will Zahnärzten mehr Honorar zugestehen. Was kostet das?
Pfeiffer: Wenn Honorarbudgets gelockert werden, steigen die Ausgaben. Das belastet die Kassen und am Ende die Versicherten über Zusatzbeiträge. Es kann nicht mehr Geld geben, wenn die Versorgung nicht besser wird. Eine bessere zahnmedizinische Versorgung kann ich im Moment nicht erkennen.
dentix Soll ich noch einmal SGB V § 12 zitieren? Die zahnmedizinische Versorgung ist genauso an WANZ gebunden wie die allgemeinärztliche!
Ich finde es immer wieder verblüffend, regelmäßig fordern Gewerkschaften mindestens Lohnausgleich für gestiegene Lebenshaltungskosten, ohne das die Arbeitgeber dafür mehr Leistung bekämen! Wenn man aber Ärzten und Zahnärzten das Gleiche zugestehen will, bzw. diese das fordern, dann werden plötzlich zusätzliche Leistungen, sprich Mehrarbeit, gefordert!
Die GKV Honorare für Zahnersatz liegen – nach diversen Senkungen (2000 um 5%, 2004 um 20%!, die davor lasse ich mal weg) - derzeit unter dem Stand von 1977! (Ob Frau Pfeiffer wohl bereit wäre ihre derzeitige „Arbeit „ auch zum Gehalt von vor 1977 zu tun? Oder diverse MdBs zu den Diäten von vor 34 Jahren?)
[Die „hohen“ Kosten für Zahnersatz liegen nicht an den zahnärztlichen Honoraren, sondern an den Material- und Laborkosten, von denen der Zahnarzt nichts hat. Wobei ich den Laboren dieses Geld redlich gönne, denn die haben – wie jeder Handwerker sonst – genauso mit steigenden Löhnen, Kosten und dem Wettbewerb (inzwischen sogar – häufig ausgerechnet unterstützt von den kranken Kassen – mit ausländischen Billiganbietern, z.B. aus China und der Türkei) zu kämpfen.]
Verschiedene Gerichtsurteile haben klar und deutlich bestimmt, daß bei Rechnungen z.B. von Werkstätten, neben den Lohnkosten auch das verwendete Material einzeln aufgeführt werden muß, für jede Schraube, für jede Mutter etc.
Anders beim Arzt/Zahnarzt! Da wird per Gebührenordnung festgeschrieben, daß die Materialkosten in der Leistungsposition beinhaltet sind! (Es gibt wenige Ausnahmen und selbst für die hat es in letzter Zeit Einschränkungen via Urteil gegeben!)
Als Beispiel mal eine „einfache“ Füllung. Injektion! Anästhetikum? Im Preis mit drin! Füllungsmaterial? Im Preis mit drin! Matrize? Im Preis mit drin!
In Laufe der Zeit sind die Kosten für diese Materialien gestiegen, die Punktwerte für diese Leistung aber nicht, oder kaum, oder sogar per Gesetz drastisch gesenkt! Das Ergebnis ist, daß der Zahnarzt immer mehr Geld für das Material ausgeben muß, und vom Honorar immer weniger für ihn/die Praxis übrigbleibt!
(Die letzte Mwst-Erhöhung war in der Beziehung ein echtes Trauerspiel! Für viele der Materialien in einer Zahnarztpraxis gilt die „normale“ Mwst. Die Erhöhung führte zu höheren Kosten, die, da die Punktwerte dem nicht angepaßt wurden, voll zu Lasten der Praxis gingen! Jeder „normale“ Betrieb, ob Handwerker oder Supermarkt gab die Erhöhung an die Kunden weiter!)
Ob der obigen Äußerungen von Frau Pfeife sollte man lieber überlegen ob es nicht sinnvoll wäre auch ihre Entlohnung an ihre Leistung zu koppeln! (Ach ne, geht nicht, dann müßte Sie wenn man Obiges betrachtet ja noch Geld mitbringen!)
Welt Online: Auch die Gebührenordnung für Zahnärzte soll verändert werden. Für Kassenpatienten bedeutet das, dass sie mehr aus eigener Tasche dazuzahlen müssen. Ist das in Ordnung?
Pfeiffer: Wir untersuchen gerade, wie es sich ausgewirkt hat, dass die Kassen seit einigen Jahren nur noch einen festen Zuschuss zur Zahnbehandlung geben dürfen und die Versicherten den Rest selbst zahlen müssen. Unser erster Eindruck ist, dass die Versicherten immer mehr Geld direkt an ihre Zahnärzte zahlen.
dentix Die Festzuschüsse wurden 2004 (!) eingeführt, und die Kassen untersuchen jetzt (2011) wie sich das ausgewirkt hat? Guten Morgen, ihr Schlafmützen!
Ich weise noch einmal auf SGB V §12 Abs. 2 hin:
„Ist für eine Leistung ein Festbetrag festgesetzt, erfüllt die Krankenkasse ihre Leistungspflicht mit dem Festbetrag“
Wehalb wurden die Festzuschüsse eingeführt?
Einmal empfand man es als ungerecht, daß derjenige, der es sich leisten konnte, bei der Wahl einer höherwertigen Versorgung von der Kasse einen höheren Zuschuß (da prozentual geregelt) bekam. Schließlich handelt es sich um ein „solidarisches“ System, bei dem derjenige dem es besser geht mehr zahlt um diejenigen, denen es nicht so gut geht, zu unterstützen.
Die prozentuale Bezuschußung führte aber dazu, daß der Besserverdienende mehr Geld bekam und dieses der Versorgung der „Ärmeren“ entzogen wurde. Letztlich also sogar die komplette Umkehrung des Solidarprinzips, denn plötzlich zahlte der „Ärmere“ für die Versorgung des Bessererdienenden!
Zum Zweiten wollten die Kassen sparen! Das ging aber bei prozentualer Bezuschußung nicht, s.o. Also kam man auf die Idee eines Festzuschußsystems (was Seehofer schon versucht hatte, aber kläglich am Widerstand der Kassen und der SPD scheiterte) bei dem für festgelegte Befunde „Kassenversorgungen“ definiert wurden, für die es – für alle gleich – feste Beträge gab.
Damit erledigte man das Ungerechtigkeitsproblem und sparte, da es jetzt völlig gleichgültig war welche Versorgung der Versicherte wählte, es gab nur den Festbetrag!
(Vorher war es auch häufig so, daß jemand der mehr als die Kassenleistung wählte, komplett den Anspruch auf Zuschuß verlor, was ja auch ungerecht war, da er ja wie jeder andere seine Beiträge gezahlt und damit Anspruch auf Zuschuß erworben hatte!)
Alles was über die „Kassenleistung“ hinausging wurde nun nach GOZ abgerechnet!
(Zu der komme ich gleich noch!)
Wenn Frau Pfeiffers Eindruck nicht täuscht, dann heißt das zunächst doch nur, daß die Versicherten vielfach eine höherwertige Versorgung als die „Kassenleistung“ wählen!
Und was ist daran schlimm? Es ist schließlich sein Geld, seine Entscheidung, wie ansonsten in der Wirtschaft auch! Es ist die Entscheidung des mündigen Bürgers ob er sich einen Polo oder einen Porsche leistet, ob er auf Mallorca oder in Norwegen, USA, oder sonstwo Urlaub macht, ob er zu Aldi geht oder zu Feinkost Käfer!
Wenn man sich das vergegenwärtigt merkt man worum es Frau Pfeiffer und Politik und Kassen eigentlich geht! Sie sind der Meinung der Bürger wäre eben nicht mündig (zumindest nicht wenn es um seinen Körper, seine Gesundheit geht!), sondern bedarf der (wohlmeinenden) Führung und Aufsicht der Kassen. Ebenso halten sie alle Ärzte für Beutelschneider, Abzocker, Betrüger, kurz Verbrecher!
Kommt einem dieses Welt- und Menschenbild bekannt vor, 20 Jahre nach dem Untergang eines Systems, daß genauso dachte?
Nun zur GOZ! (Ich wiederhole mich, aber anscheinend ist es entweder in die Köpfe der „Verantwortlichen“ nicht hineinzubekommen – sie erweisen sich also als PISA-geschädigt lernresistent – oder sie haben andere Gründe, was ich stark vermute!)
Die GOZ wurde 1988 (!) in Kraft gesetzt, als Nachfolgegebührenordnung der BUGO.
Aus dem damals üblichen Preis für zahnärztliche Behandlung – bei festgelegtem Punktwert von 11 Pfg, (5,62 Cent) – ergab sich der GOZ-Faktor 2,3! Faktor 2,3 der GOZ entsprach also dem damals (1988) üblichen Preis!
Nun hatte der Verordnungsgeber selbst in die GOZ hineingeschrieben, daß er den Punktwert der wirtschaftlichen Entwicklung anpassen würde!
Nun raten Sie mal wie häufig er das in den 23 Jahren seit Inkraftsetzung tat?
Keinmal! Richtig! 0 Mal! Nicht ein einziges Mal!
Der Punktwert der GOZ beträgt damals wie heute 5,62 Cent (11Pfg.)!
Was heißt, daß der Faktor 2,3 der Preis von vor 23 Jahren ist!
Seit 23 Jahren hat es also der Verordnungsgeber unterlassen die GOZ der wirtschaftlichen Entwicklung anzupassen! Seit 23 Jahren wurde den Zahnärzten in der GOZ jeglicher Ausgleich für Kostensteigerungen verweigert! (Wie würde ver.di wohl auf sowas reagieren?)
Das war sogar dem BVerfG zuviel! Es erkannte zwar keine Grundrechtsverletzung bei einer entsprechenden Klage, gab den Zahnärzten aber den Hinweis zum Ausgleich für die Unterlassung des Verordnungsgebers die Faktoren der GOZ dementsprechend zu nutzen!
Das muß man mal auf sich wirken lassen!
Die Faktoren dienen nach GOZ der Anpassung an den individuellen Schwierigkeitsgrad einer Behandlung. Und nun gibt das BVerfG – dem die GOZ geläufig sein dürfte – den Zahnärzten den Rat – entgegen den Bestimmungen der GOZ - die Faktoren zum Ausgleich für die Unterlassung der Politik zu nutzen!
Eine heftigere Ohrfeige kann es kaum noch geben! (Bloß haben die Politik, die Kassen und Frau Pfeiffer das anscheinend nicht mitgekriegt!)
So ganz falsch liegen die BVerf-Richter nicht, man kann – und tut es auch – argumentieren, daß der Faktor 2,3 für einen mittleren Schwierigkeitsgrad bei mittlerem Zeitaufwand unter den Kostenverhältnissen von 1988 galt! Da aber seit 1988 die Kosten drastisch gestiegen sind, muß bei gleichem Zeitaufwand und unverändertem Punktwert, der Faktor steigen! Eine Füllung, eine Krone kann man nicht in beliebig kürzerer Zeit machen, dann muß eben der Faktor steigen! Die Bundeszahnärztekammer (nicht die KZBV!) hat mal ausgerechnet, daß dann der Faktor im Schnitt bei 3,3 liegen müßte, nur um die Kostensteigerungen der letzten 23 Jahre auszugleichen!
Rund 80% aller GOZ-Leistungen werden aber immer noch mit dem Faktor 2,3 abgerechnet! Womit die Zahnärzte wohl ihren Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen – speziell bei Beihilfberechtigten – geleistet haben!
Welt Online: Wie viel Geld ist das?
Pfeiffer: Das sind große Summen. Die genauen Beträge sind schwer herauszufinden, weil die Krankenkassen darüber kaum Daten haben. Dass die Zahnärzte gegen diese Praxis nicht protestieren, zeigt, dass sie wohl zufrieden mit der Entwicklung sind.
dentix Nochmal, Frau Vollpfeife! Diese Daten gehen die Kassen auch garnichts an! Die Kassen haben mit dem Festzuschuß (siehe nochmals SGB V §12 Abs. 2) ihrer Leitungspflicht Genüge getan! Was der Versicherte darüberhinaus wählt, wofür er sein Geld ausgibt, ist seine Sache!
Das Prinzip des mündigen, selbstverantwortlichen Bürgers will Sie anscheinend absolut nicht begreifen!
Welt Online: Ist das ein Trend, dass Versicherte immer mehr selbst zahlen? Es gibt ja auch die „individuellen Gesundheitsleistungen“, genannt IGeL.
Pfeiffer: Die Ärzte bieten individuelle Gesundheitsleistungen an, weil sie offenbar meinen, dass sie nicht genug verdienen. Dahinter stehen klare ökonomische Motive. Wenn diese Leistungen medizinisch notwendig wären, würden sie von den Kassen bezahlt.(4) Patienten sollten genau nachfragen, was ihnen da verkauft wird. Bei diesen IGeL-Verkaufsgesprächen in der Arztpraxis muss ich immer an Haustürgeschäfte durch Staubsaugervertreter denken. Da werden auch viele Leute leicht überrumpelt oder verunsichert und kaufen etwas, was sie eigentlich nicht brauchen.(5)
dentix (4) Auweia! Der Frau ist echt nicht mehr zu helfen!
1. Wie lautet SGB V, $12 Abs.1 nochmal:
Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.
Es gibt medizinische Leistungen die sind nicht nötig, aber sinnvoll, und welche die sind nötig, aber unwirtschaftlich, die bezahlen die Kassen eben nicht!
(Wobei selbst bei der Bezahlung des Notwendigen Zweifel angebracht sind! Ein Beispiel aus der Zahnmedizin. Seit 2004 bezahlen die Kassen die Entfernung von Zahnstein nur noch einmal im Jahr! (Das haben die Kassen, nicht die Zahnärzte, durchgesetzt!) Die mehrmalige Entfernung von Zahnstein ist aber als Parodontalprophylaxe (und 2004 wurde Zahnerhaltung gesetzlich weit in den Vordergrund gestellt) notwendig! Trotzdem bezahlen die Kassen es nur einmal jährlich! [Wobei sich hier eigentlich auch die Frage stellt inwieweit die Kassen hier das Gesetz brechen?])
2. Eine Praxis ist prinzipiell genauso ein Unternehmen wie jeder Handwerksbetrieb, jedes Industrieunternehmen! Und diese betreiben die Inhaber auch nicht aus Lust und Laune, sondern um Geld zu verdienen, das ist sogar der Grundzweck eines Unternehmens! Wer was anderes behauptet hat Wirtschaft nicht verstanden oder ist Linksutopist!
Aber ausgerechnet bei ärztlichen Praxen darf das nicht sein? Ein Arzt soll, was, unentgeltlich arbeiten, für Gotteslohn, möglichst noch Geld mitbringen?
Liebe Frau Pfeiffer, gehen Sie doch bitte mit gutem Beispiel voran! Verzichten Sie auf Ihr Gehalt, arbeiten Sie für Nullouvert, und übernehmen doch bitte wenigstens einen kleinen Teil der enormen Schulden ihres Arbeitgebers!
(5) Hier der klare Beleg für ihr Welt- und Menschenbild, wie ich es ja zuvor schon erwähnte! Sie hält den Bürger und Versicherten für unmündig, für unfähig selbst zu entscheiden was gut und nützlich für ihn ist! Er bedarf aus ihrer Sicht der Aufsicht, Führung und Lenkung der es besserwissenden Kassen!
Warum nur fordert Sie keine staatliche Aufsicht beim Autokauf, beim Friseur, beim Abschluß von Versicherungen (kranke Kassen eingeschlossen), bei der Wahl des Ehepartners, oder gar bei der Stimmabgabe in der Wahlkabine?
Hier kann ich nur noch Prof. Crey aus der Feuerzangenbowle zitieren: „Bäh, was für 'ne fiese Charakter!“
Welt Online: Der Gesundheitsfonds hat 2010 eine Milliarde Euro mehr eingenommen, als nötig war. Müsste der Gesundheitsminister das Geld nicht an die Krankenkassen weiterleiten? Einige müssen Zusatzbeiträge nehmen.
Pfeiffer: Der Fonds ist keine Sparkasse! Das Geld, das nicht für die gesetzlich vorgeschriebene Reserve benötigt wird, muss im Zuge der Finanzplanung 2012 wieder den Beitragszahlern zugute kommen. Ich erwarte, dass die eine Milliarde Euro dann entweder direkt den Kassen zur Vermeidung von Zusatzbeiträgen zur Verfügung gestellt oder für Beitragssenkungen verwendet wird. Auf keinen Fall darf die Milliarde für den Sozialausgleich bei den Zusatzbeiträgen verwendet werden, dafür ist Steuergeld aus dem Bundeshaushalt da.
Welt Online: Die Regierung plant ein Patientenrechtegesetz. Ihre Bewertung?
Pfeiffer: Dass die Patienten mehr Informationsrechte bekommen sollen, ist gut. Dass Krankenkassen bei Behandlungsfehlern medizinische Gutachten erstellen sollen, ist auch hilfreich. Besser wäre es, wenn die Kassen die Interessen von Patienten direkt vertreten könnten. Die Kassen brauchen mehr Handlungsmöglichkeiten, um vor Gericht oder in Schiedsverfahren bei den Ärztekammern für ihre Versicherten tätig werden zu können. (6)
dentix (6) Aha, schon wieder diese Unmündigkeitsideologie und Bevormundungsutopien! Ich denke weitere Ausführungen erübrigen sich! Es ist, fast, alles gesagt! Man lese dazu auch meinen Eintrag vom Feb. 2009: "Neue Kassenwelt"!
Nur eines noch! Autor dieses Artikels ist Philipp Neumann, der mir schon des öfteren mit Propaganda dieser Art unangenehm aufgefallen ist. Wenn das unser „Qualitätsjournalismus“ ist, dann Gnade uns Gott! Da fragt sich wirklich ob die DDR und ihr Regime untergegangen ist, oder ob eigentlich doch eher ein Anschluß der Bundesrepublik an die DDR stattgefunden hat!?
Die Methodik der Volksverdummung und Propaganda und der Wunsch dem Bürger zu diktieren wie er zu leben, was er zu denken, wie zu handeln hat, ist jedenfalls derselbe!
Sonntag, 27. März 2011
Mittwoch, 2. Februar 2011
Tunesien, Ägypten.....
Heute mal Off Topic!
Ich war 1989 in Berlin, habe am 9. November vorm Brandenburger Tor gestanden - schon bevor der ganze Trubel dort losging - habe direkt miterlebt wie die Bürger der DDR ihre "Führung" davonjagten. In dieser Nacht war ich am Brandenburger Tor, habe später versucht zum Grenzübergang Bernauer Straße zu gelangen (war wegen der vielen Menschen und der entgegenkommenden Trabbis und Wartburg einfach nicht mehr möglich) und war auch noch am Checkpoint Charlie.
Am folgenden Tag waren wir, da Prof. Sauer in der Propädeutik erklärte: "Das ist ein historischer Tag für Berlin und Deutschland! Kurse und Vorlesungen fallen heute aus! Geht heute Abend zur Freiheitskundgebung, feiert!", bei der Freiheitskundgebung vorm Schöneberger Rathaus (wo Idioten Kohl so unfair ausgepfiffen haben; man mag [wie ich] kritisch zu Kohl stehen, aber das Auspfeifen an diesem Tag war nicht in Ordnung!) und haben uns mit Willy Brandt, Genscher, Kohl und Momper gefreut, wir waren an der Glienicker Brücke und anschließend auf dem Ku Damm!
Ganz richtig titelte die BZ am folgenden Tag: Janz Berlin is eene Fete!
Die Stimmung war einfach unbeschreiblich! Jubel, Freude, Freudentränen, wildfremde Menschen die sich um den Hals fielen und man hatte einen ganz dicken Kloß im Hals!
Noch heute werden mir die Augen feucht, wenn ich mich an diese Tage erinnere!
Ich war auch am 3. Okt. 1991 (der echte Tag der Wiedervereinigung!) am Reichstag, am Brandenburger Tor, unter den Linden, bei der Riesenfeier dabei!
Und heute sehe ich Demonstranten in Tunesien, die inzwischen ihren langjährigen "Präsidenten" aus dem Land gejagt haben.
In Ägypten gehen Millionen auf die Straße um Mubarak loszuwerden.
Auch in Algerien, Jordanien, Jemen, Syrien und im Libanon gärts!
Überall sind laute Rufe nach echter Demokratie, Freiheit, Menschenrechten und dem Ende von Korruption und Mangel- und Mißwirtschaft zu hören.
Kann es da verwundern, wenn ich - nach den persönlichen Erfahrungen im Nov. 1989 - mit dem Herzen bei diesen Menschen bin? Wenn ich Ihnen aus tiefstem Herzen viel Glück wünsche und dafür bete, daß Sie Erfolg haben mögen, daß es im Nahen Osten und Nordafrika einen Wandel zu Demokratie, Freiheit, Gleichheit, Rechtstaatlichkeit und Frieden geben möge!?
Oh, natürlich sehe ich die Gefahr, daß sich anschließend Extremisten (fundamentale Islamisten) den Erfolg unter den Nagel zu reißen versuchen und einen "Gottesstaat" nach iranischem Vorbild etablieren wollen! Ich verstehe auch Israels Bedenken und Vorsicht und verurteile die bisherige Politik von EU und USA nicht komplett; die standen - realistisch betrachtet - immer nur vor der Wahl des geringeren Übels!
ABER, ich hoffe und wünsche die Ägypter, Tunesier, ...... schaffen es!
(Vielleicht setzt ja tatsächlich ein "Dominoeffekt" ein und letztlich muß auch das Mullah-Regime in Teheran dem wirklichen Willen des Volkes weichen!)
Hoffentlich nicht um den Preis abertausender Toter!
Ich war 1989 in Berlin, habe am 9. November vorm Brandenburger Tor gestanden - schon bevor der ganze Trubel dort losging - habe direkt miterlebt wie die Bürger der DDR ihre "Führung" davonjagten. In dieser Nacht war ich am Brandenburger Tor, habe später versucht zum Grenzübergang Bernauer Straße zu gelangen (war wegen der vielen Menschen und der entgegenkommenden Trabbis und Wartburg einfach nicht mehr möglich) und war auch noch am Checkpoint Charlie.
Am folgenden Tag waren wir, da Prof. Sauer in der Propädeutik erklärte: "Das ist ein historischer Tag für Berlin und Deutschland! Kurse und Vorlesungen fallen heute aus! Geht heute Abend zur Freiheitskundgebung, feiert!", bei der Freiheitskundgebung vorm Schöneberger Rathaus (wo Idioten Kohl so unfair ausgepfiffen haben; man mag [wie ich] kritisch zu Kohl stehen, aber das Auspfeifen an diesem Tag war nicht in Ordnung!) und haben uns mit Willy Brandt, Genscher, Kohl und Momper gefreut, wir waren an der Glienicker Brücke und anschließend auf dem Ku Damm!
Ganz richtig titelte die BZ am folgenden Tag: Janz Berlin is eene Fete!
Die Stimmung war einfach unbeschreiblich! Jubel, Freude, Freudentränen, wildfremde Menschen die sich um den Hals fielen und man hatte einen ganz dicken Kloß im Hals!
Noch heute werden mir die Augen feucht, wenn ich mich an diese Tage erinnere!
Ich war auch am 3. Okt. 1991 (der echte Tag der Wiedervereinigung!) am Reichstag, am Brandenburger Tor, unter den Linden, bei der Riesenfeier dabei!
Und heute sehe ich Demonstranten in Tunesien, die inzwischen ihren langjährigen "Präsidenten" aus dem Land gejagt haben.
In Ägypten gehen Millionen auf die Straße um Mubarak loszuwerden.
Auch in Algerien, Jordanien, Jemen, Syrien und im Libanon gärts!
Überall sind laute Rufe nach echter Demokratie, Freiheit, Menschenrechten und dem Ende von Korruption und Mangel- und Mißwirtschaft zu hören.
Kann es da verwundern, wenn ich - nach den persönlichen Erfahrungen im Nov. 1989 - mit dem Herzen bei diesen Menschen bin? Wenn ich Ihnen aus tiefstem Herzen viel Glück wünsche und dafür bete, daß Sie Erfolg haben mögen, daß es im Nahen Osten und Nordafrika einen Wandel zu Demokratie, Freiheit, Gleichheit, Rechtstaatlichkeit und Frieden geben möge!?
Oh, natürlich sehe ich die Gefahr, daß sich anschließend Extremisten (fundamentale Islamisten) den Erfolg unter den Nagel zu reißen versuchen und einen "Gottesstaat" nach iranischem Vorbild etablieren wollen! Ich verstehe auch Israels Bedenken und Vorsicht und verurteile die bisherige Politik von EU und USA nicht komplett; die standen - realistisch betrachtet - immer nur vor der Wahl des geringeren Übels!
ABER, ich hoffe und wünsche die Ägypter, Tunesier, ...... schaffen es!
(Vielleicht setzt ja tatsächlich ein "Dominoeffekt" ein und letztlich muß auch das Mullah-Regime in Teheran dem wirklichen Willen des Volkes weichen!)
Hoffentlich nicht um den Preis abertausender Toter!
Mittwoch, 3. November 2010
Und es geht weiter!
Jetzt die NW (Neue Westfälische)!
1. hoffe ich, daß die im Artikel erwähnten Mitarbeiterinnen die Erlaubnis ihrer Arbeitgeber hatten als sie diese Auskünfte gaben, ansonsten - wenn sich herausstellt wer das war - könnte das die fristlose Kündigung bedeuten! Es handelt sich hier um Praxis-/Geschäftsinterna! Der Bruch der Verschwiegenheitspflicht ist sogar strafrechtlich relevant!
2. Zeigt leider auch Herr Tittler eine ordentliche Portion Unwissen.
Füllungen und Wurzelbehandlungen gehören unumstritten zu konservierenden Leistungen, Extraktionen jedoch sind chirurgische Leistungen!
Die meisten von uns kennen das Problem: Am Ende des Geldes ist noch viel zuviel Monat übrig!
Jetzt mal beispielhaft angenommen, das Geld (Gehalt, Lohn, Konto) ist alle! Man geht aber trotzdem frohen Mutes in den nächsten Supermarkt, packt sich den Einkaufswagen voll und geht zur Kasse (mit leerem Portemonaie!)! Glaubt jemand tatsächlich die Kassiererin/derInhaber ließe einen so einfach davonschlendern, OHNE zu bezahlen!?
Wohl kaum, und den Meisten ist das wohl auch einsichtig!
Aber im Gesundheitssystem ist genau dies der Fall!
Im übertragenen Sinne: Die kranke Kasse latscht mit einem bestimmten Betrag in der Tasche in den Supermarkt, packt den Wagen voll und geht zur Kasse! Dort stellt sich heraus, das Geld reicht nicht für alle eingepackten Waren!!!!!
In der Realität eines Supermarktes müßte die kranke Kasse alle Waren die den im Geldbeutel vorhandenen Betrag übersteigen zurücklassen!
Im Gesundheitswesen sagt die Kasse aber: Nix, da! Für das Geld das ich habe mußt Du (lieber Arzt/Zahnarzt) mir alles was ich im Wagen habe mitgeben. Mit der Summe ist ALLES was ich einpacke bezahlt!
Ein Supermarktbesitzer würde einen solchen Kunden einfach rauswerfen! (Oder die Polizei rufen,evtl. sogar wegen versuchten Betruges anzeigen!)
Im deutschen Gesundheitssystem aber, bekäme der Kunde auch noch recht, und der Supermarktbesitzer würde gesetzlich und gerichtlich gezwungen tatsächlich alle Waren rauszurücken!
1. hoffe ich, daß die im Artikel erwähnten Mitarbeiterinnen die Erlaubnis ihrer Arbeitgeber hatten als sie diese Auskünfte gaben, ansonsten - wenn sich herausstellt wer das war - könnte das die fristlose Kündigung bedeuten! Es handelt sich hier um Praxis-/Geschäftsinterna! Der Bruch der Verschwiegenheitspflicht ist sogar strafrechtlich relevant!
2. Zeigt leider auch Herr Tittler eine ordentliche Portion Unwissen.
Dabei handele es sich in erster Linie um so genannte konservierende Leistungen, wie Füllungen, Extraktionen oder Wurzelbehandlungen.
Füllungen und Wurzelbehandlungen gehören unumstritten zu konservierenden Leistungen, Extraktionen jedoch sind chirurgische Leistungen!
Die meisten von uns kennen das Problem: Am Ende des Geldes ist noch viel zuviel Monat übrig!
Jetzt mal beispielhaft angenommen, das Geld (Gehalt, Lohn, Konto) ist alle! Man geht aber trotzdem frohen Mutes in den nächsten Supermarkt, packt sich den Einkaufswagen voll und geht zur Kasse (mit leerem Portemonaie!)! Glaubt jemand tatsächlich die Kassiererin/derInhaber ließe einen so einfach davonschlendern, OHNE zu bezahlen!?
Wohl kaum, und den Meisten ist das wohl auch einsichtig!
Aber im Gesundheitssystem ist genau dies der Fall!
Im übertragenen Sinne: Die kranke Kasse latscht mit einem bestimmten Betrag in der Tasche in den Supermarkt, packt den Wagen voll und geht zur Kasse! Dort stellt sich heraus, das Geld reicht nicht für alle eingepackten Waren!!!!!
In der Realität eines Supermarktes müßte die kranke Kasse alle Waren die den im Geldbeutel vorhandenen Betrag übersteigen zurücklassen!
Im Gesundheitswesen sagt die Kasse aber: Nix, da! Für das Geld das ich habe mußt Du (lieber Arzt/Zahnarzt) mir alles was ich im Wagen habe mitgeben. Mit der Summe ist ALLES was ich einpacke bezahlt!
Ein Supermarktbesitzer würde einen solchen Kunden einfach rauswerfen! (Oder die Polizei rufen,evtl. sogar wegen versuchten Betruges anzeigen!)
Im deutschen Gesundheitssystem aber, bekäme der Kunde auch noch recht, und der Supermarktbesitzer würde gesetzlich und gerichtlich gezwungen tatsächlich alle Waren rauszurücken!
Dienstag, 2. November 2010
Schon wieder WON
Und natürlich wieder Philipp Neumann!
Und schon am Anfang berichtet er falsch!
Es geht eben nicht um höhere Honorare, sondern um die vertraglich zugesicherte/versprochene Bezahlung!
So ganz langsam platzt mir der Kragen!
Ich hoffe der kommt mir NIE in die Praxis!
Da ich mein Genfer Gelöbnis (das seit Jahrzehnten den hippokratischen Eid ersetzt) nicht brechen werde - selbst wegen so einem Schmarotzer und Propagandisten nicht, würde ich Ihn nur flugs vor die Tür setzen! (Das darf ich denn doch noch!)
Aber auch hier haben mich wieder die Kommentare (Hey, NICHT gesperrt, warum nur?)auf die Palme gebracht!
Es ist einfach nicht zu fassen wie (Entschuldigung!) blöd anscheinend die Deutschen sind!!
!
Und schon am Anfang berichtet er falsch!
Es geht eben nicht um höhere Honorare, sondern um die vertraglich zugesicherte/versprochene Bezahlung!
So ganz langsam platzt mir der Kragen!
Ich hoffe der kommt mir NIE in die Praxis!
Da ich mein Genfer Gelöbnis (das seit Jahrzehnten den hippokratischen Eid ersetzt) nicht brechen werde - selbst wegen so einem Schmarotzer und Propagandisten nicht, würde ich Ihn nur flugs vor die Tür setzen! (Das darf ich denn doch noch!)
Aber auch hier haben mich wieder die Kommentare (Hey, NICHT gesperrt, warum nur?)auf die Palme gebracht!
Es ist einfach nicht zu fassen wie (Entschuldigung!) blöd anscheinend die Deutschen sind!!
!
Dienstag, 26. Oktober 2010
Maßloser Ärger
Heute gab es auf WON (Welt Online) zwei besonders "gelungene" Artikel!
1. Mehr Ärzte aufs Land
und
2. Das Gesundheitssystem, Kommunismus in Reinform
Im ersten ging es darum wie man - angesichts des Ärztemangels - mehr Ärzte auf Land bekommt, natürlich inklusive Praxisinvestitionszuschüssen, höheren Honoraren für Landpraxen und - darüber ärgere ich mich besonders - der Frage "wer Zugang zum Arztberuf haben könne"!
Anscheinend ist den diskutierenden Geistern nicht bekannt, daß es schon seit Jahrzehnten eine Zulassungsplanung,-steuerung und -begrenzung für Arztsitze in Deutschland gibt! In sogenannten "überversorgten" Gebieten ist eine Niederlassung nur in den noch freien Fachgebieten, oder durch Übernahme, sprich Fortführung, einer bestehenden Praxis möglich. Ausnahme - und genau so von damals noch Ulla gewollt - Gemeinschaftspraxen/Praxisgemeinschaften!
Auch ist den DiskuTanten(:)) das Grundgesetz wohl unbekannt, denn in
GG Artikel 12 [Berufsfreiheit] steht:
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte
frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf
Grund eines Gesetzes geregelt werden.
Da heißt es die Berufausübung kann geregelt werden, nicht die Berufswahl, eigentlich auch nicht die Ausbildungsstätte, oder die Wahl des Arbeitsplatzes!
Aber das hat das BVerfG ja leider schon vor Jahren wegen angeblich "höherer" Interessen beim NC (Numerus Clausus), als auch bei der Niederlassungsfreiheit von Ärzten zugelassen!
Mal sehen ob die angedachten neuen Regelungen auch vom BVerfG noch geschluckt werden!?
Im zweiten Artikel ließ sich ein Hans E. Müller (laut WON: Der Autor, Jahrgang 1930, ist langjähriger Medizinaldirektor und Leiter des Medizinaluntersuchungsamts Braunschweig und Autor zahlreicher Fachbücher. Zuletzt von ihm erschienen: „Legionellen – ein aktuelles Problem der Sanitärhygiene“, 3. Aufl. 2008) zum Thema Gesundheitssystem aus.
Mir ist bei dem Artikel die Spucke weggeblieben!
Neben einigen durchaus richtigen Anmerkungen, daß das GKV-System ein planwirtschaftliches (kommunistisches) sei, daß das Menschenbild der dies Verwaltenden und Gestaltenden "die mechanistische Vorstellung, Menschen seien Maschinen" ist (man betrachte einmal kritisch die Bertelmannschen Vorstellungen dazu, es stimmt!), gab es aber auch einen Haufen Unfug.
Der Autor bemerkt:
Das ist schlicht falsch! Der Gedanke (weiß leider aktuell das Gesetzbuch in dem das steht nicht!) daß Ärzte unabhängig von wirtschaftlichen Überlegungen das Beste für den Patienten tun können sollen, ist älter als das Sozialgesetzbuch! Dieser alte Grundsatz lautet, daß der Arzt so gut bezahlt werden soll, daß er ohne zu überlegen ob sich die Behandlung für ihn rechnet, die optimale Behandlung für den Patienten umsetzen kann!
Das Sachleistungsprinzip wurde nicht von Ärzten eingeführt (es war schon Bestandteil der Bismarckschen Versicherung), sondern von linken Sozialpolitikern nach dem "Tausendjährigen Reich" wieder eingeführt, die (wie heute auch wenn es um die Kostenerstattung geht, s."Vorkasse") befürchteten die Ärmsten der Armen wären mit der Rechnung (trotz Kostenerstattung durch die Kassen) wirtschaftlich überfordert und würden Krankheiten deshalb verschleppen.
Solange die GKV dementsprechende Honorare zahlte, ging das auch gut! Der Arzt konnte unbelastet seine Arbeit tun und der Patient bekam die entsprechende Behandlung!
Doch seitdem (Beginn mit Ehrenberg 1977/78) wurde die Honorierung der Sachleistung zum Spielball der Politik. Mit der Begründung, die Ärzte verdienten zuviel (Stern 1977: Die Beutelschneider) wurden die Honorare gekürzt, ohne daß der Patient dies - er bezahlte ja nicht direkt - merkte, und ihm trotzdem weiterhin ungekürzte Leistungen versprochen, die von Politik und Kassen den Ärzten abgezwungen wurden.
Weiter äußert sich der Autor:
Hier beweist der Autor seine völlige Unwissenheit bezüglich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (so die korrekte Fachbezeichnung eines Zahnarztes)! Wer Zahnheilkunde mit Kfz-Reparaturen vergleicht hat absout keinen Schimmer!
Auch bei Erkrankungen des orofazialen/stomatognthen Systems sind psychische Faktoren wesentlich wichtiger als Herr Müller anscheinend erfassen kann!
(Ein Beispiel: Mein Vater hatte vor Jahren eine Patientin die ständig über Zahnschmerzen klagte. Nach allen Untersuchungen waren die Zähne aber in Ordnung. Mein Vater und auch ich (ich war damals Ausbildungsassistent) vermuteten psychische Ursachen (Ehe-, Berufs-, Altersprobleme) und rieten Ihr als auch ihrem Mann behutsam zum Besuch beim Psychiater/Psychologen! Empört wiesen Beide das zurück! Also blieb nichts als einen Zahn nach dem anderen zu entfernen! Doch auch als alle Zähne extrahiert waren und eine Totalprothese eingegliedert war, blieben die Probleme! Nachdem die Patientin dann lange nicht mehr erschienen war, hörten wir von ihrem Vater, daß Sie inzwischen die Scheidung eingereicht hatte und nun die Probleme beseitigt waren! Kommentar meines Vaters: "Hätte Sie doch auf uns gehört! Dann hätte Sie jetzt noch ihre eigenen Zähne!")
Auch erlebe ich tagtäglich Patienten mit diffusen Schmerzen, die ich dann als Erstes frage ob Sie a. vor kurzem erkältet waren oder Grippe hatten, und b. ob sie in letzter Zeit viel Streß (Beruf, Ehe, Partnerschaft, Verwandschaft) hatten, bzw. ob sie Knirschen oder Pressen! Manchmal reicht dann schon ein einfaches Einschleifen, oder die Eingliederung einer Schiene bringt Linderung!
Hier gibt Herr Müller also kompletten Stuß von sich, oder es spricht die Arroganz eines Allgemeinmediziners gegenüber dem "Schmalspurmediziner" Zahnarzt aus Ihm! (Wobei aus den WON-Anmerkungen zum Autor nicht klar wird ob er approbierter Arzt war/ist.)
Zumindest disqualifiziert es seine Äußerungen erheblich!
Herr Müller führt auch aus:
Auch das ist falsch!
Diese Maßnahmen waren von Seehofer und Schmidt (letztere mit Beratung eines "Gesundheitsexperten" Lauterbach) explizit gefordert worden, obwohl die Ärzte am Beispiel der Schweiz und Schwedens ´vorrechneten, daß damit die Leistungsinanspruchnahme nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben würde.
Wobei unbestritten ist, daß eine frühzeitige Erkennung von bösartigen Tumoren, Diabetes u.ä. die Überlebenswahrscheinlichkeit drastisch erhöht, bzw. Spätfolgen wie im Falle von Diabetes (Augenschäden, Durchblutungsstörungen bis zur Amputation von Gliedmaßen etc.) verhindert oder vermindert werden können!
Auch hier irrt Herr Müller also!
Insgesamt wäre es besser gewesen Herr Müller hätte es bei seinen früheren (hoffentlich besseren) Werken belassen und weiter den Ruhestand (immerhin ist er inzwischen 80) genossen!
Aber noch mehr aufgeregt haben mich die Leserkommentare, bei ausnahmsweise NICHT geschlossenener Kommentarfunktion, die teilweise ein erbärmliches Unwissen zu den Bedingungen ihrer gesetzlichen Krankenversicherung beweisen!
Da schreibt zum Beispiel:
Meine Antwort:
Da sieht man leider wie wenig Ahnung der gemeine Mensch von (Zahn)Medizin hat! Bei Menschen die häufig viel reden müssen, die überwiegend durch den Mund atmen (ist bei Magensonde wohl der Fall!), deren Speicheldrüsen funktionslos sind oder entfernt werden mussten, wird die kariesprotektive Wirkung des Speichels vermindert, oder fällt ganz aus. Da kann man regelrecht zusehen wie Karies die Zähne zerstört! Folglich ist bei Komapatienten mit Magensonde regelmäßige Zahnuntersuchung, evtl. Füllungen, Speichelersatz (das waren wahrscheinlich die „Brausetableten) unbedingtes MUSS! Eher solltest Du froh sein, daß es an der Klinik in der deine Mutter liegt/lag kompetente Ärzte gab/gibt die das beachten/beachtet haben! Wenn es um die „Schmalspur“ Zahnmedizin geht sind die meisten (Allgemein)/(Krankenhaus)Mediziner bei weitem nicht so kompetent!
Oder:
Meine Antwort:
Völliger, kompletter, von jeglicher Kenntnis unbeleckter Unfug!
Zahnsteinentfernung (= Entfernung HARTER Zahnbeläge) (BEMA Position 107; Kürzel: Zst; 16 Pkte ( ~ 14 €) ) ist (seit 2004) NUR EINMAL (1x) IM JAHR Leistung der gesetzlichen kranken Kassen!
Das wird bei der Eingabe im Rechner vom BEMA-Modul der KZBV geprüft, bei der Abrechnung von der KZV und noch mal bei den anlasslosen Stichpunktprüfungen der Kassen, also insgesamt 3 mal!
Die Entfernung WEICHER Beläge ist KEINE Kassenleistung! (Das macht der gesetzlich Versicherte gemäß seiner Pflicht zur Gesunderhaltung (nach Sozialgesetzbuch) zu Hause mit der Zahnbürste!)
Und das sind nur einige Besipiele!
Ich hoffe nur die derartig ahnungslosen Versicherten kennen die Bedingungen iher Kfz- oder Hausratversicherung besser!
Es ist ein unglaubliches Trauerspiel wie sehr die Medien gerade (aber wahrscheinlich nicht nur hier) im Bereich Gesundheitssystem politische Propaganda und Verhetzung betreiben, und genauso traurig ist es zu sehen wie die Bürger darauf hereinfallen!
Da scheint Thilo Sarrazin - wenn auch in einem ganz anderen Gebiet - doch recht zu haben mit seiner Überschrift "Deutschland schafft sich ab!"
1. Mehr Ärzte aufs Land
und
2. Das Gesundheitssystem, Kommunismus in Reinform
Im ersten ging es darum wie man - angesichts des Ärztemangels - mehr Ärzte auf Land bekommt, natürlich inklusive Praxisinvestitionszuschüssen, höheren Honoraren für Landpraxen und - darüber ärgere ich mich besonders - der Frage "wer Zugang zum Arztberuf haben könne"!
Anscheinend ist den diskutierenden Geistern nicht bekannt, daß es schon seit Jahrzehnten eine Zulassungsplanung,-steuerung und -begrenzung für Arztsitze in Deutschland gibt! In sogenannten "überversorgten" Gebieten ist eine Niederlassung nur in den noch freien Fachgebieten, oder durch Übernahme, sprich Fortführung, einer bestehenden Praxis möglich. Ausnahme - und genau so von damals noch Ulla gewollt - Gemeinschaftspraxen/Praxisgemeinschaften!
Auch ist den DiskuTanten(:)) das Grundgesetz wohl unbekannt, denn in
GG Artikel 12 [Berufsfreiheit] steht:
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte
frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf
Grund eines Gesetzes geregelt werden.
Da heißt es die Berufausübung kann geregelt werden, nicht die Berufswahl, eigentlich auch nicht die Ausbildungsstätte, oder die Wahl des Arbeitsplatzes!
Aber das hat das BVerfG ja leider schon vor Jahren wegen angeblich "höherer" Interessen beim NC (Numerus Clausus), als auch bei der Niederlassungsfreiheit von Ärzten zugelassen!
Mal sehen ob die angedachten neuen Regelungen auch vom BVerfG noch geschluckt werden!?
Im zweiten Artikel ließ sich ein Hans E. Müller (laut WON: Der Autor, Jahrgang 1930, ist langjähriger Medizinaldirektor und Leiter des Medizinaluntersuchungsamts Braunschweig und Autor zahlreicher Fachbücher. Zuletzt von ihm erschienen: „Legionellen – ein aktuelles Problem der Sanitärhygiene“, 3. Aufl. 2008) zum Thema Gesundheitssystem aus.
Mir ist bei dem Artikel die Spucke weggeblieben!
Neben einigen durchaus richtigen Anmerkungen, daß das GKV-System ein planwirtschaftliches (kommunistisches) sei, daß das Menschenbild der dies Verwaltenden und Gestaltenden "die mechanistische Vorstellung, Menschen seien Maschinen" ist (man betrachte einmal kritisch die Bertelmannschen Vorstellungen dazu, es stimmt!), gab es aber auch einen Haufen Unfug.
Der Autor bemerkt:
Das kommunistische Ideal der Überwindung des Kapitals, der Eliminierung des Geldes aus der Arzt-Patienten-Beziehung und eine ärztliche Behandlung völlig unabhängig von der wirtschaftlich-finanziellen Situation des Patienten war listigerweise von der Ärzteschaft mit dem sogenannten Sachleistungsprinzip in die GKV eingeführt worden – vordergründig mit dem Argument, dass kein Gedanke an den schnöden Mammon die Heilung belasten solle. So kamen den gesetzlich Versicherten nur noch die ärztlichen Sachleistungen zugute, ohne mit den von ihnen verursachten Kosten behelligt zu werden. Die Rechnung bezahlte die Kasse
Das ist schlicht falsch! Der Gedanke (weiß leider aktuell das Gesetzbuch in dem das steht nicht!) daß Ärzte unabhängig von wirtschaftlichen Überlegungen das Beste für den Patienten tun können sollen, ist älter als das Sozialgesetzbuch! Dieser alte Grundsatz lautet, daß der Arzt so gut bezahlt werden soll, daß er ohne zu überlegen ob sich die Behandlung für ihn rechnet, die optimale Behandlung für den Patienten umsetzen kann!
Das Sachleistungsprinzip wurde nicht von Ärzten eingeführt (es war schon Bestandteil der Bismarckschen Versicherung), sondern von linken Sozialpolitikern nach dem "Tausendjährigen Reich" wieder eingeführt, die (wie heute auch wenn es um die Kostenerstattung geht, s."Vorkasse") befürchteten die Ärmsten der Armen wären mit der Rechnung (trotz Kostenerstattung durch die Kassen) wirtschaftlich überfordert und würden Krankheiten deshalb verschleppen.
Solange die GKV dementsprechende Honorare zahlte, ging das auch gut! Der Arzt konnte unbelastet seine Arbeit tun und der Patient bekam die entsprechende Behandlung!
Doch seitdem (Beginn mit Ehrenberg 1977/78) wurde die Honorierung der Sachleistung zum Spielball der Politik. Mit der Begründung, die Ärzte verdienten zuviel (Stern 1977: Die Beutelschneider) wurden die Honorare gekürzt, ohne daß der Patient dies - er bezahlte ja nicht direkt - merkte, und ihm trotzdem weiterhin ungekürzte Leistungen versprochen, die von Politik und Kassen den Ärzten abgezwungen wurden.
Weiter äußert sich der Autor:
Check-ups können die Gesundheit verschlechtern
Wer das behauptet, ist ein Scharlatan, wer daran glaubt, ein Tölpel. Denn was in gewissen Grenzen bei der Zahngesundheit möglich ist, weil Reparaturen am Gebiss denen in einer Kfz-Werkstatt durchaus ähnlich sind, das ist bei Krankheiten weitgehend unmöglich, denn daran sind stets auch psychische Faktoren beteiligt, im einen Fall mehr, im anderen weniger.
Hier beweist der Autor seine völlige Unwissenheit bezüglich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (so die korrekte Fachbezeichnung eines Zahnarztes)! Wer Zahnheilkunde mit Kfz-Reparaturen vergleicht hat absout keinen Schimmer!
Auch bei Erkrankungen des orofazialen/stomatognthen Systems sind psychische Faktoren wesentlich wichtiger als Herr Müller anscheinend erfassen kann!
(Ein Beispiel: Mein Vater hatte vor Jahren eine Patientin die ständig über Zahnschmerzen klagte. Nach allen Untersuchungen waren die Zähne aber in Ordnung. Mein Vater und auch ich (ich war damals Ausbildungsassistent) vermuteten psychische Ursachen (Ehe-, Berufs-, Altersprobleme) und rieten Ihr als auch ihrem Mann behutsam zum Besuch beim Psychiater/Psychologen! Empört wiesen Beide das zurück! Also blieb nichts als einen Zahn nach dem anderen zu entfernen! Doch auch als alle Zähne extrahiert waren und eine Totalprothese eingegliedert war, blieben die Probleme! Nachdem die Patientin dann lange nicht mehr erschienen war, hörten wir von ihrem Vater, daß Sie inzwischen die Scheidung eingereicht hatte und nun die Probleme beseitigt waren! Kommentar meines Vaters: "Hätte Sie doch auf uns gehört! Dann hätte Sie jetzt noch ihre eigenen Zähne!")
Auch erlebe ich tagtäglich Patienten mit diffusen Schmerzen, die ich dann als Erstes frage ob Sie a. vor kurzem erkältet waren oder Grippe hatten, und b. ob sie in letzter Zeit viel Streß (Beruf, Ehe, Partnerschaft, Verwandschaft) hatten, bzw. ob sie Knirschen oder Pressen! Manchmal reicht dann schon ein einfaches Einschleifen, oder die Eingliederung einer Schiene bringt Linderung!
Hier gibt Herr Müller also kompletten Stuß von sich, oder es spricht die Arroganz eines Allgemeinmediziners gegenüber dem "Schmalspurmediziner" Zahnarzt aus Ihm! (Wobei aus den WON-Anmerkungen zum Autor nicht klar wird ob er approbierter Arzt war/ist.)
Zumindest disqualifiziert es seine Äußerungen erheblich!
Herr Müller führt auch aus:
Selbst als das System schon an die Grenzen seiner Finanzierbarkeit gestoßen war, haben geschäftstüchtige Ärztefunktionäre die fachfremden Sozialpolitiker wie Horst Seehofer und Ulla Schmidt noch übertölpelt und Präventionsmaßnahmen als ärztliche Leistungen in den Leistungskatalog der GKV gedrückt.
Auch das ist falsch!
Diese Maßnahmen waren von Seehofer und Schmidt (letztere mit Beratung eines "Gesundheitsexperten" Lauterbach) explizit gefordert worden, obwohl die Ärzte am Beispiel der Schweiz und Schwedens ´vorrechneten, daß damit die Leistungsinanspruchnahme nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben würde.
Wobei unbestritten ist, daß eine frühzeitige Erkennung von bösartigen Tumoren, Diabetes u.ä. die Überlebenswahrscheinlichkeit drastisch erhöht, bzw. Spätfolgen wie im Falle von Diabetes (Augenschäden, Durchblutungsstörungen bis zur Amputation von Gliedmaßen etc.) verhindert oder vermindert werden können!
Auch hier irrt Herr Müller also!
Insgesamt wäre es besser gewesen Herr Müller hätte es bei seinen früheren (hoffentlich besseren) Werken belassen und weiter den Ruhestand (immerhin ist er inzwischen 80) genossen!
Aber noch mehr aufgeregt haben mich die Leserkommentare, bei ausnahmsweise NICHT geschlossenener Kommentarfunktion, die teilweise ein erbärmliches Unwissen zu den Bedingungen ihrer gesetzlichen Krankenversicherung beweisen!
Da schreibt zum Beispiel:
Prösterchen
„....Meiner Mutter wurden - als Komapatientin, die über Magensonde ernährt wurde - Zahnbehandlungskosten und ! Brausetabletten (ein Röhrchen für 15 Euro!) "verpasst".„...
Meine Antwort:
Da sieht man leider wie wenig Ahnung der gemeine Mensch von (Zahn)Medizin hat! Bei Menschen die häufig viel reden müssen, die überwiegend durch den Mund atmen (ist bei Magensonde wohl der Fall!), deren Speicheldrüsen funktionslos sind oder entfernt werden mussten, wird die kariesprotektive Wirkung des Speichels vermindert, oder fällt ganz aus. Da kann man regelrecht zusehen wie Karies die Zähne zerstört! Folglich ist bei Komapatienten mit Magensonde regelmäßige Zahnuntersuchung, evtl. Füllungen, Speichelersatz (das waren wahrscheinlich die „Brausetableten) unbedingtes MUSS! Eher solltest Du froh sein, daß es an der Klinik in der deine Mutter liegt/lag kompetente Ärzte gab/gibt die das beachten/beachtet haben! Wenn es um die „Schmalspur“ Zahnmedizin geht sind die meisten (Allgemein)/(Krankenhaus)Mediziner bei weitem nicht so kompetent!
Oder:
DerSchreiber
„Zahnarzt: Schaut in den Mund und sieht keinen Zahnbelag aber kann dann schon die entfernung von Zahnbelag in Rechnung stellen, und das jedesmal.“
Meine Antwort:
Völliger, kompletter, von jeglicher Kenntnis unbeleckter Unfug!
Zahnsteinentfernung (= Entfernung HARTER Zahnbeläge) (BEMA Position 107; Kürzel: Zst; 16 Pkte ( ~ 14 €) ) ist (seit 2004) NUR EINMAL (1x) IM JAHR Leistung der gesetzlichen kranken Kassen!
Das wird bei der Eingabe im Rechner vom BEMA-Modul der KZBV geprüft, bei der Abrechnung von der KZV und noch mal bei den anlasslosen Stichpunktprüfungen der Kassen, also insgesamt 3 mal!
Die Entfernung WEICHER Beläge ist KEINE Kassenleistung! (Das macht der gesetzlich Versicherte gemäß seiner Pflicht zur Gesunderhaltung (nach Sozialgesetzbuch) zu Hause mit der Zahnbürste!)
Und das sind nur einige Besipiele!
Ich hoffe nur die derartig ahnungslosen Versicherten kennen die Bedingungen iher Kfz- oder Hausratversicherung besser!
Es ist ein unglaubliches Trauerspiel wie sehr die Medien gerade (aber wahrscheinlich nicht nur hier) im Bereich Gesundheitssystem politische Propaganda und Verhetzung betreiben, und genauso traurig ist es zu sehen wie die Bürger darauf hereinfallen!
Da scheint Thilo Sarrazin - wenn auch in einem ganz anderen Gebiet - doch recht zu haben mit seiner Überschrift "Deutschland schafft sich ab!"
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Nochmal "Vorkasse"!
› Politik Frankfurter Rundschau
GKV-Spitzenverbands-Vorsitzende Pfeiffer
„Vorkasse wird teurer“
Doris Pfeiffer vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen warnt im FR-Interview davor, Patienten selbst zahlen zu lassen. Die Kostenerstattung würde nicht zu niedrigeren Kosten führen, sondern zu steigenden.
FR: Rösler argumentiert mit dem mündigen Patienten und mit mehr Transparenz. Dagegen kann man doch nichts sagen.
DP: Transparenz kann auch durch die Patientenquittung erreicht werden, die es ja schon gibt.
Wobei Frau Pfeiffer geflissentlich verschweigt, daß diese Quittung schlicht keinerlei Aussagewert hat. Denn die Preise die auf dieser Quittung stehen sind keineswegs die Preise die die Kassen auch zahlen! Wird, wie fast durchgängig geschehen, das zur Verfügung stehende Budget überschritten, bekommt der Arzt entweder garnichts für die auf der Quittung stehenden Leistungen, oder wesentlich weniger! Was für eine „Quittung“ ist das? Es ist schlicht eine Mogelpackung die den Patienten gegenüber die Bezahlung die der Quittung entsprechenden Summe vortäuscht!
DP: Und mit dem mündigen Patienten ist das so eine Sache: Ein kranker Mensch beim Arzt kann über die Behandlung nicht verhandeln wie über eine Autoreparatur. Der Arzt ist der Experte, auf den sich der Patient verlassen muss. Kann er da einzelne Behandlungsschritte und Rechnungsposten infrage stellen?
Wo steht daß er das nicht kann? Wer hat das belegt? Woher weiß Frau Pfeiffer das so genau?
Es ist lediglich eine unbewiesene Behauptung, die als Argument dient um - und das lasse man sich auf der Zunge zergehen – dem, ansonsten in allen Dingen mündigen Bürger, die Mündigkeit abzusprechen! Welch Anmaßung steckt hinter einer solchen Behauptung, welch oberlehrerhafte Haltung gegenüber ihren Versicherten!
FR: Privatversicherte tun das.
DP: Das dürfte eher die Ausnahme sein.
Man beachte: „das dürfte (!) eher die Ausnahme sein! Auch hier weiß Sie es also garnicht, argumentiert aber damit! Was nur meine obige Interpretation unterstützt!
DP: Wir wollen Transparenz − aber wir verstehen etwas anderes darunter: Uns geht es etwa darum, durch Qualitätsvergleiche von Ärzten und Kliniken die Versicherten durch das System zu lotsen.
FR: Das klingt in den Ohren der FDP wie Bevormundung.
Und ist es auch! Man beachte dazu den Artikel im
"Stern.de E-Booklet: Fit für den Gesundheitsfonds20.02.2009, 12:29 UhrGesundheitsfonds:Seiten 1 2Fonds zwingt Kassen zum Umdenken
In diesem Artikel ist allein sechsmal (6x) die Rede davon "Kranke/Versicherte besser zu steuern"!
Es geht ums Geld, ausschließlich und allein ums Geld; und zwar um Geld das die kranken Kassen bei der Versorgung kranker Menschen sparen wollen, wie alle Kassenvertreter hier immer wieder ausführen. Dafür sollen dann "standardisierte Behandlungspfade entwickelt und Arzneimittelrichtlinien festgelegt werden". Was nichts anderes heißt, als das die Krankenkassen in Zukunft die Therapie (Behandlung) bestimmen, und zwar nach Schablone (standardisiert), nicht der Arzt!
Wohin das letztlich führt - und hier kommt dann wieder die eGKarte ins Spiel - wird mit der Bemerkung von Frank Spaniol, dem Chef der IKK Südwest Direkt: "Den gläsernen Patienten gibt es noch nicht!" deutlich. Man bemerke, er sagt "NOCH nicht"!
DP: Die gesetzlichen Kassen verstehen sich als umfassende Dienstleister. Es geht nicht nur um die Übernahme von Kosten, sondern die Versicherten haben Anspruch auf ein regelrechtes Service-Paket. Und dazu gehört, dass die Kassen die Rahmenbedingungen für die medizinische Versorgung ausgehandelt haben und sich der Patient nicht um Details kümmern muss.
Service-Paket, netter Begriff! Bloß, warum müssen dann immer andere die Kosten dieses „Service-Paketes“ tragen? Warum bieten die Kassen ihren Versicherten sogenannte Bonus-Programme an, die von den Ärzten bestätigt werden müssen (damit der Versicherte einen Bonus erhält), aber noch keine Kasse auf den Gedanken gekommen ist, diese Leistung der Ärzte in ihrem Auftrag, auch zu honorieren? Die Kassen beschliessen und der Arzt hat gefälligst umsonst Stempel und Unterschrift zu leisten! (Was kosten Bestätigungen mit Stempel und Unterschrift auf Deutschlands Ämtern?)
FR: Manchem Versicherten geht das zu weit.
DP: Dann kann er die Kostenerstattung schon jetzt wählen, was übrigens nur ein sehr geringer Teil der Versicherten tut.
Warum wohl? Doch deshalb weil die Kassen beständig davon abraten, davor warnen, ja regelrechte Anti-Propaganda betreiben (wie Frau Pfeiffer hier!) und obendrein noch zusätzliche Verwaltungskosten berechnen dürfen! Wofür eigentlich? Dafür daß sie ihre normale Arbeit tun, für die der Versicherte ja schon mit den Beiträgen gezahlt hat?
DP: Aber noch mal, die Kostenerstattung birgt Risiken: So besteht die Gefahr, dass Versicherte mit Blick auf die zu erwartenden Kosten Behandlungen verschleppen, was ihr Leiden verlängert und am Ende zu höheren Ausgaben führen könnte.
Was schon wieder bloß eine unbewiesene Behauptung ist. Das ist Populismus, Frau Pfeiffer!
FR: Es fällt auf, dass die Ärzte ganz begeistert sind von den Plänen Röslers.
DP: Das ist nun ganz und gar nicht verwunderlich. Die Ärzte erhoffen sich, sich dadurch sämtlichen Steuerungsinstrumenten zu entziehen.
Steuerungsinstrumente? Wäre Sie ehrlich würde Sie Betrugsinstrumente sagen!
DP: Menschen in Notlagen kann man natürlich leichter dazu überreden, unnötige Leistungen zu bezahlen, als die Krankenkassen in Verhandlungen auf Augenhöhe.
Was 1. eine ungeheuerliche Unterstellung ist und schon an Verleumdung grenzt, und 2. die Frage aufwirft seit wann denn Kassen und Ärzte auf Augenhöhe (mit gleichlangen Spießen) miteinander verhandeln? Im Zweifelsfalle stehen den Kassen immer die Aufsichtsbehörden (Landesgesundheitsministerien) zur Seite. Auch mit Festlegung von Verträgen, Einsetzung von „Staatskommisaren“ in den KV-/KZVen (in Niedersachsen und Bayern schon geschehen), Nichtigkeitserklärung von Verträgen. Wenn Ärzte, in Vertretung durch die KV-/KZVen, nach Auslauf eines „Vertrages“ auf baldige Neuverhandlungen und -abschlüsse drängen, die Kassen diese aber sogar über Jahre mit fadenscheinigsten Begründungen boykottieren, wem ist das Ministerium beigesprungen, etwa den Ärzten? Nein, den Kassen! Die KZV Niedersachsen hatte daraufhin den Staatskommisar im Haus! Und prompt waren die Kassen plötzlich in der Lage Verhandlungen zu führen und prompt unterschrieb der Kommisar (in ministeriell angeordneter Vertretung des gewählten KZV-Vorstandes) diese kassengünstigen „Verträge“, die damit gültig wurden! Und das sollen Verhandlungen auf Augenhöhe sein? Da lachen doch die Hühner!
FR: Also liberale Klientelpolitik für die Ärzte?
DP: So weit würde ich nicht gehen, zumal das Ganze für Ärzte nicht ungefährlich ist. Denn schließlich tragen sie dann das volle Inkassorisiko. Sie müssen sich darum kümmern, dass die Patienten ihre Rechnung bezahlen. Unter diesem Aspekt ist die gesetzliche Versicherung eine sichere Bank.
Nicht ist, WAR sie lange Zeit! Doch seit mittels Budget, Degression, Honorarabsenkungen, Rückforderungen selbst nach Jahren, der Arzt sich nicht mehr sicher sein kann, für seine Arbeit überhaupt noch bezahlt zu werden, bzw. den versprochenen Lohn in „vertraglich“ zugesicherter Höhe zu bekommen, seit dem ziehen die Ärzte das höhere Inkassorisiko, der inzwischen UNsicheren Bank und dem Paragraphenkorsett der GKV vor!
FR: Minister Rösler hat zugesichert, dass Vorkasse-Tarife freiwillig bleiben sollen. Sie sollen allerdings attraktiver werden.
DP: Das geht wohl auf die Annahme zurück, die derzeit gültigen Bindungsfristen und die von den Kassen erhobenen Abschläge auf den Rechnungsbetrag seien nur Erfindungen, um diese Tarife unattraktiv zu machen. Es gibt aber objektive Gründe: Die Bindungsfrist soll verhindern, dass sich jemand leichtfertig für die Kostenerstattung entscheidet.
Womit Sie die Richtigkeit des erhobenen Vorwurfs im Grunde bestätigt! Und schon wieder unterstellt Sie – in dem Sie Leichtfertigkeit vorschiebt - eigentlich Unmündigkeit!
DP: Außerdem wird so vermieden, dass Versicherte im konkreten Krankheitsfall unter Druck geraten, sich für die eine oder die andere Abrechnungsart entscheiden zu müssen. Ich warne deshalb davor, die Bindungsfristen auf ein paar Monate zu reduzieren.
Was soll denn das? Im konkreten (schweren) Krankheitsfall entsteht doch gar kein Druck zu einer Entscheidung zwischen Sachleistung und Kostenerstattung! Zu diesem Zeitpunkt wird der Patient entweder über Sachleistung versorgt, oder, sofern er Kostenerstattung gewählt hat, im Rahmen dieser! 1. Ist es bei Privatversicherten (zum Leidwesen der Ärzte) üblich, den Arzt erst dann zu bezahlen, wenn die Versicherung die Erstattung geleistet hat. Würde sich in der GKV auch einbürgern. 2. Bei tatsächlicher Überforderung könnten Patient und Arzt/Krankenhaus immer noch eine Forderungsabtretung vereinbaren! Die Möglichkeit einer Ratenzahlung erwähnt Sie aus gutem Grund wohl erst garnicht!
FR: Und was sagen Sie zu dem Ziel der Koalition, dass die Kostenerstattung den Versicherten nicht mehr kosten darf?
DP: Die Kostenerstattung ist ein Fremdkörper im System der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Verwaltungsaufwand der Kassen ist dadurch höher. Es ist ja auch kein Zufall, dass bei der privaten Krankenversicherung die Verwaltungskosten dreimal so hoch sind wie bei den gesetzlichen Kassen.
FALSCH! Die Kosten der gesetzlichen Kranken Kassen sind EIGENTLICH genauso hoch, bloß werden die angesprochenen Verwaltungskosten bei den Privaten auch von ihnen selbst getragen, während in der GKV die Ärzte über ihre Honorarabzüge bei Abrechnung über KV/KZV diese Kosten bezahlen! Ist schon perfide! Da wird eine eigentlich originäre Kassenaufgabe „extrem-outgesourced“ (nicht nur die Arbeit leisten andere, sondern es werden denen auch noch die Kosten aufgebürdet) und dann stellt sich Frau Pfeiffer hin und behauptet die GKV wäre billiger! (Klar, wenn meine Eltern Auto, Handy und Miete bezahlen, kann ich auch behaupten ich hätte wesentlich geringere Ausgaben, als der Nachbar, der diese Dinge selbst von seinem Gehalt bezahlt!)
Bäh, was für 'ne fiese Charakter!
DP: Zudem fehlt die Wirtschaftlichkeitsprüfung.
Wie bitte? Die braucht ihr dann doch garnicht mehr! Das hat sich über die Prüfung der Rechnung durch Patient und Kasse UND (wie derzeit auch) über Zuschußregeln komplett erledigt, ist unnötiger bürokratischer Ballast! Es zeigt sich, es geht NICHT um die korrekte Behandlung des Patienten, um die erfolgreiche Heilung, sondern nur um Kontrolle! (Wohinter schon wieder die Unterstellung steckt, Patient/Versicherter und Arzt wären nicht in der Lage eigenverantwortlich und mündig zu handeln und zu entscheiden! Ein tiefsitzendes Mißtrauen, wie es den Bürgern Deutschlands von Seiten der Politik (und der politisch gesteuerten Kassen) ja schon seit längerem entgegenschlägt! Wie war das nochmal mit dem Service-Paket? Wie war das mit den Kassen als DIENST-Leister? Ein seltsames Verständnis von Dienstleistung tut sich da auf, vom Kunden (Versicherten)! Ach, Herr Gabriel, hier wäre ihr Ausspruch passend: „Welch entsetzliches Menschenbild!“)
DP: Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass es ohne Abschläge geht.
Abschläge? Von was? Von den zu erstattenden Behandlungskosten? Das meint Sie doch wohl! Abschläge dafür daß die Kasse lediglich ihre originäre Arbeit erledigt? Im Grunde ist das eine Bestrafung des Versicherten, der es wagt sein ihm zustehendes Recht (aufgrund eines Gesetzes!) in Anspruch zu nehmen! Also doch unattraktiv machen, abschrecken! (Und natürlich weiterhin die wahren Kosten verstecken, Bilanzen frisieren, Wettbewerb (zu den Privaten) verzerren!)
DP: Andernfalls müssten die anderen Versicherten für die erhöhten Kosten aufkommen. Das wäre ungerecht.
Nein, Frau Pfeiffer, ungerecht ist, daß die Kassen ihre Kosten schönrechnen, die Ärzte um zustehenden Lohn betrügen, den Versicherten heile Leistungswelt vorgaukeln, ihnen Informationen vorenthalten oder verzerren, bloß um die eigenen Fleischtöpfe zu sichern und nicht zugeben zu müssen, daß die sozialistische Gesundheits-Planwirtschaft schon längst gescheitert ist, und strengenommen, die GKV bankrott ist!
Das IST ungerecht!
FR: Der Gesundheitsminister begründet die Kostenerstattung auch mit seinem Ziel, gesetzliche und private Kassen einander anzunähern und spricht plötzlich wieder von einer Basisversorgung für alle Versicherten.
DP: Das ist nun wirklich ein Griff in die gesundheitspolitische Mottenkiste. Was soll eine Basisversorgung denn sein? Eine künstliche Hüfte nur für unter 80-Jährige? Wir sollten vielmehr darum kämpfen, dass das medizinisch Notwendige für alle Versicherten auch künftig bezahlbar bleibt.
Komisch, SGB V, § 12, Satz 1 und 2 lauten:
SGB V
1. Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.
2. Ist für eine Leistung ein Festbetrag festgesetzt, erfüllt die Krankenkasse ihre Leistungspflicht mit dem Festbetrag.
Was ist das anderes als die Definiton einer Basis-/Grundversorgung?
GKVersicherte haben – per Gesetz (!) - lediglich Anspruch auf obige Leistungen (die vom gemeinsamen Bundesausschuß konkretisiert werden), NICHT auf das medizinisch Machbare, auf Maximalversorgung!
Man erinnere sich bitte daran, daß die AOK (genauer der medizinische Dienst der AOKen) vor einiger Zeit den Begriff „altersbedingte Kontraindikation“ durch (bitte festhalten!) EUTHANASIE ersetzen wollte! Das ist KEIN schlechter Scherz, sondern schlicht Tatsache! (Wobei altersbedingte Kontraindikation schon Sinn machen kann, nämlich dann, wenn eine eigentlich medizinisch notwendige Maßnahme die Lebensqualität eher verschlechtert, bzw. die Lebenserwartung nicht erkennbar, unter menschenwürdigen Bedingungen, verlängert! Aber das muß individuell entschieden werden! Bloß, tun das die Kassen? Nein! Normalerweise reiten sie eben auf ihren Paragrafen herum, wie das bei Behörden (bzw. Quasibehörden) in Deutschland so Usus ist!)
DP: Die Kostenerstattung hilft hier nicht. Notwendig wäre vielmehr Wettbewerb, zum Beispiel bei den Krankenhäusern.
Was verstehen Krankenkassen unter Wettbewerb? Wie ich weiter oben schon versucht habe zu erklären, normalerweise NICHT das Miteinander im Wettstreitstehen Gleichberechtigter! Die Kassen wünschen sich, daß sie als Nachfragermonopol, den einzelnen Anbietern gegenüber stehen.
Im Arbeitsleben wäre das, das z.B. die Arbeitgebervereinigung Gesamtmetall NICHT der IG Metall als Gewerkschaft gegenübersteht, sondern jedem einzelnen Arbeitnehmer!
Begriffen?
Also die GKV-Macht gegen jedes einzelne Krankenhaus, jeden einzelnen niedergelassenen Arzt!
Warum gibt es Gewerkschaften? Warum gibt es Tarifverträge? Um den Einzelnen vor der Übermacht der Arbeitgeber zu schützen, um Ausbeutung zu verhindern! Ist auch völlig in Ordnung!
Nur im Gesundheitswesen wünschen sich ausgerechnet linke Ideologen das Gegenteil!
(Man komme mir jetzt bitte nicht mit den KV-/KZVen die doch Interessenvertretungen/Gewerkschaften der Ärzte wären! Wie ich oben gezeigt habe, sind diese lediglich noch Ausführungsorgan der via Politik beschlossenen Kassenpolitik. Sollten sie es tatsächlich – satzungsgemäß - wagen zu versuchen die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, drohen ihnen Strafen, Staatskommisar, Veto und Ersatzvornahmen der Aufsichtsbehörden. Die KV-/KZVen sind (der Vergleich ist passender als man ahnt) gleichgeschaltet!)
GKV-Spitzenverbands-Vorsitzende Pfeiffer
„Vorkasse wird teurer“
Doris Pfeiffer vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen warnt im FR-Interview davor, Patienten selbst zahlen zu lassen. Die Kostenerstattung würde nicht zu niedrigeren Kosten führen, sondern zu steigenden.
FR: Rösler argumentiert mit dem mündigen Patienten und mit mehr Transparenz. Dagegen kann man doch nichts sagen.
DP: Transparenz kann auch durch die Patientenquittung erreicht werden, die es ja schon gibt.
Wobei Frau Pfeiffer geflissentlich verschweigt, daß diese Quittung schlicht keinerlei Aussagewert hat. Denn die Preise die auf dieser Quittung stehen sind keineswegs die Preise die die Kassen auch zahlen! Wird, wie fast durchgängig geschehen, das zur Verfügung stehende Budget überschritten, bekommt der Arzt entweder garnichts für die auf der Quittung stehenden Leistungen, oder wesentlich weniger! Was für eine „Quittung“ ist das? Es ist schlicht eine Mogelpackung die den Patienten gegenüber die Bezahlung die der Quittung entsprechenden Summe vortäuscht!
DP: Und mit dem mündigen Patienten ist das so eine Sache: Ein kranker Mensch beim Arzt kann über die Behandlung nicht verhandeln wie über eine Autoreparatur. Der Arzt ist der Experte, auf den sich der Patient verlassen muss. Kann er da einzelne Behandlungsschritte und Rechnungsposten infrage stellen?
Wo steht daß er das nicht kann? Wer hat das belegt? Woher weiß Frau Pfeiffer das so genau?
Es ist lediglich eine unbewiesene Behauptung, die als Argument dient um - und das lasse man sich auf der Zunge zergehen – dem, ansonsten in allen Dingen mündigen Bürger, die Mündigkeit abzusprechen! Welch Anmaßung steckt hinter einer solchen Behauptung, welch oberlehrerhafte Haltung gegenüber ihren Versicherten!
FR: Privatversicherte tun das.
DP: Das dürfte eher die Ausnahme sein.
Man beachte: „das dürfte (!) eher die Ausnahme sein! Auch hier weiß Sie es also garnicht, argumentiert aber damit! Was nur meine obige Interpretation unterstützt!
DP: Wir wollen Transparenz − aber wir verstehen etwas anderes darunter: Uns geht es etwa darum, durch Qualitätsvergleiche von Ärzten und Kliniken die Versicherten durch das System zu lotsen.
FR: Das klingt in den Ohren der FDP wie Bevormundung.
Und ist es auch! Man beachte dazu den Artikel im
"Stern.de E-Booklet: Fit für den Gesundheitsfonds20.02.2009, 12:29 UhrGesundheitsfonds:Seiten 1 2Fonds zwingt Kassen zum Umdenken
In diesem Artikel ist allein sechsmal (6x) die Rede davon "Kranke/Versicherte besser zu steuern"!
Es geht ums Geld, ausschließlich und allein ums Geld; und zwar um Geld das die kranken Kassen bei der Versorgung kranker Menschen sparen wollen, wie alle Kassenvertreter hier immer wieder ausführen. Dafür sollen dann "standardisierte Behandlungspfade entwickelt und Arzneimittelrichtlinien festgelegt werden". Was nichts anderes heißt, als das die Krankenkassen in Zukunft die Therapie (Behandlung) bestimmen, und zwar nach Schablone (standardisiert), nicht der Arzt!
Wohin das letztlich führt - und hier kommt dann wieder die eGKarte ins Spiel - wird mit der Bemerkung von Frank Spaniol, dem Chef der IKK Südwest Direkt: "Den gläsernen Patienten gibt es noch nicht!" deutlich. Man bemerke, er sagt "NOCH nicht"!
DP: Die gesetzlichen Kassen verstehen sich als umfassende Dienstleister. Es geht nicht nur um die Übernahme von Kosten, sondern die Versicherten haben Anspruch auf ein regelrechtes Service-Paket. Und dazu gehört, dass die Kassen die Rahmenbedingungen für die medizinische Versorgung ausgehandelt haben und sich der Patient nicht um Details kümmern muss.
Service-Paket, netter Begriff! Bloß, warum müssen dann immer andere die Kosten dieses „Service-Paketes“ tragen? Warum bieten die Kassen ihren Versicherten sogenannte Bonus-Programme an, die von den Ärzten bestätigt werden müssen (damit der Versicherte einen Bonus erhält), aber noch keine Kasse auf den Gedanken gekommen ist, diese Leistung der Ärzte in ihrem Auftrag, auch zu honorieren? Die Kassen beschliessen und der Arzt hat gefälligst umsonst Stempel und Unterschrift zu leisten! (Was kosten Bestätigungen mit Stempel und Unterschrift auf Deutschlands Ämtern?)
FR: Manchem Versicherten geht das zu weit.
DP: Dann kann er die Kostenerstattung schon jetzt wählen, was übrigens nur ein sehr geringer Teil der Versicherten tut.
Warum wohl? Doch deshalb weil die Kassen beständig davon abraten, davor warnen, ja regelrechte Anti-Propaganda betreiben (wie Frau Pfeiffer hier!) und obendrein noch zusätzliche Verwaltungskosten berechnen dürfen! Wofür eigentlich? Dafür daß sie ihre normale Arbeit tun, für die der Versicherte ja schon mit den Beiträgen gezahlt hat?
DP: Aber noch mal, die Kostenerstattung birgt Risiken: So besteht die Gefahr, dass Versicherte mit Blick auf die zu erwartenden Kosten Behandlungen verschleppen, was ihr Leiden verlängert und am Ende zu höheren Ausgaben führen könnte.
Was schon wieder bloß eine unbewiesene Behauptung ist. Das ist Populismus, Frau Pfeiffer!
FR: Es fällt auf, dass die Ärzte ganz begeistert sind von den Plänen Röslers.
DP: Das ist nun ganz und gar nicht verwunderlich. Die Ärzte erhoffen sich, sich dadurch sämtlichen Steuerungsinstrumenten zu entziehen.
Steuerungsinstrumente? Wäre Sie ehrlich würde Sie Betrugsinstrumente sagen!
DP: Menschen in Notlagen kann man natürlich leichter dazu überreden, unnötige Leistungen zu bezahlen, als die Krankenkassen in Verhandlungen auf Augenhöhe.
Was 1. eine ungeheuerliche Unterstellung ist und schon an Verleumdung grenzt, und 2. die Frage aufwirft seit wann denn Kassen und Ärzte auf Augenhöhe (mit gleichlangen Spießen) miteinander verhandeln? Im Zweifelsfalle stehen den Kassen immer die Aufsichtsbehörden (Landesgesundheitsministerien) zur Seite. Auch mit Festlegung von Verträgen, Einsetzung von „Staatskommisaren“ in den KV-/KZVen (in Niedersachsen und Bayern schon geschehen), Nichtigkeitserklärung von Verträgen. Wenn Ärzte, in Vertretung durch die KV-/KZVen, nach Auslauf eines „Vertrages“ auf baldige Neuverhandlungen und -abschlüsse drängen, die Kassen diese aber sogar über Jahre mit fadenscheinigsten Begründungen boykottieren, wem ist das Ministerium beigesprungen, etwa den Ärzten? Nein, den Kassen! Die KZV Niedersachsen hatte daraufhin den Staatskommisar im Haus! Und prompt waren die Kassen plötzlich in der Lage Verhandlungen zu führen und prompt unterschrieb der Kommisar (in ministeriell angeordneter Vertretung des gewählten KZV-Vorstandes) diese kassengünstigen „Verträge“, die damit gültig wurden! Und das sollen Verhandlungen auf Augenhöhe sein? Da lachen doch die Hühner!
FR: Also liberale Klientelpolitik für die Ärzte?
DP: So weit würde ich nicht gehen, zumal das Ganze für Ärzte nicht ungefährlich ist. Denn schließlich tragen sie dann das volle Inkassorisiko. Sie müssen sich darum kümmern, dass die Patienten ihre Rechnung bezahlen. Unter diesem Aspekt ist die gesetzliche Versicherung eine sichere Bank.
Nicht ist, WAR sie lange Zeit! Doch seit mittels Budget, Degression, Honorarabsenkungen, Rückforderungen selbst nach Jahren, der Arzt sich nicht mehr sicher sein kann, für seine Arbeit überhaupt noch bezahlt zu werden, bzw. den versprochenen Lohn in „vertraglich“ zugesicherter Höhe zu bekommen, seit dem ziehen die Ärzte das höhere Inkassorisiko, der inzwischen UNsicheren Bank und dem Paragraphenkorsett der GKV vor!
FR: Minister Rösler hat zugesichert, dass Vorkasse-Tarife freiwillig bleiben sollen. Sie sollen allerdings attraktiver werden.
DP: Das geht wohl auf die Annahme zurück, die derzeit gültigen Bindungsfristen und die von den Kassen erhobenen Abschläge auf den Rechnungsbetrag seien nur Erfindungen, um diese Tarife unattraktiv zu machen. Es gibt aber objektive Gründe: Die Bindungsfrist soll verhindern, dass sich jemand leichtfertig für die Kostenerstattung entscheidet.
Womit Sie die Richtigkeit des erhobenen Vorwurfs im Grunde bestätigt! Und schon wieder unterstellt Sie – in dem Sie Leichtfertigkeit vorschiebt - eigentlich Unmündigkeit!
DP: Außerdem wird so vermieden, dass Versicherte im konkreten Krankheitsfall unter Druck geraten, sich für die eine oder die andere Abrechnungsart entscheiden zu müssen. Ich warne deshalb davor, die Bindungsfristen auf ein paar Monate zu reduzieren.
Was soll denn das? Im konkreten (schweren) Krankheitsfall entsteht doch gar kein Druck zu einer Entscheidung zwischen Sachleistung und Kostenerstattung! Zu diesem Zeitpunkt wird der Patient entweder über Sachleistung versorgt, oder, sofern er Kostenerstattung gewählt hat, im Rahmen dieser! 1. Ist es bei Privatversicherten (zum Leidwesen der Ärzte) üblich, den Arzt erst dann zu bezahlen, wenn die Versicherung die Erstattung geleistet hat. Würde sich in der GKV auch einbürgern. 2. Bei tatsächlicher Überforderung könnten Patient und Arzt/Krankenhaus immer noch eine Forderungsabtretung vereinbaren! Die Möglichkeit einer Ratenzahlung erwähnt Sie aus gutem Grund wohl erst garnicht!
FR: Und was sagen Sie zu dem Ziel der Koalition, dass die Kostenerstattung den Versicherten nicht mehr kosten darf?
DP: Die Kostenerstattung ist ein Fremdkörper im System der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Verwaltungsaufwand der Kassen ist dadurch höher. Es ist ja auch kein Zufall, dass bei der privaten Krankenversicherung die Verwaltungskosten dreimal so hoch sind wie bei den gesetzlichen Kassen.
FALSCH! Die Kosten der gesetzlichen Kranken Kassen sind EIGENTLICH genauso hoch, bloß werden die angesprochenen Verwaltungskosten bei den Privaten auch von ihnen selbst getragen, während in der GKV die Ärzte über ihre Honorarabzüge bei Abrechnung über KV/KZV diese Kosten bezahlen! Ist schon perfide! Da wird eine eigentlich originäre Kassenaufgabe „extrem-outgesourced“ (nicht nur die Arbeit leisten andere, sondern es werden denen auch noch die Kosten aufgebürdet) und dann stellt sich Frau Pfeiffer hin und behauptet die GKV wäre billiger! (Klar, wenn meine Eltern Auto, Handy und Miete bezahlen, kann ich auch behaupten ich hätte wesentlich geringere Ausgaben, als der Nachbar, der diese Dinge selbst von seinem Gehalt bezahlt!)
Bäh, was für 'ne fiese Charakter!
DP: Zudem fehlt die Wirtschaftlichkeitsprüfung.
Wie bitte? Die braucht ihr dann doch garnicht mehr! Das hat sich über die Prüfung der Rechnung durch Patient und Kasse UND (wie derzeit auch) über Zuschußregeln komplett erledigt, ist unnötiger bürokratischer Ballast! Es zeigt sich, es geht NICHT um die korrekte Behandlung des Patienten, um die erfolgreiche Heilung, sondern nur um Kontrolle! (Wohinter schon wieder die Unterstellung steckt, Patient/Versicherter und Arzt wären nicht in der Lage eigenverantwortlich und mündig zu handeln und zu entscheiden! Ein tiefsitzendes Mißtrauen, wie es den Bürgern Deutschlands von Seiten der Politik (und der politisch gesteuerten Kassen) ja schon seit längerem entgegenschlägt! Wie war das nochmal mit dem Service-Paket? Wie war das mit den Kassen als DIENST-Leister? Ein seltsames Verständnis von Dienstleistung tut sich da auf, vom Kunden (Versicherten)! Ach, Herr Gabriel, hier wäre ihr Ausspruch passend: „Welch entsetzliches Menschenbild!“)
DP: Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass es ohne Abschläge geht.
Abschläge? Von was? Von den zu erstattenden Behandlungskosten? Das meint Sie doch wohl! Abschläge dafür daß die Kasse lediglich ihre originäre Arbeit erledigt? Im Grunde ist das eine Bestrafung des Versicherten, der es wagt sein ihm zustehendes Recht (aufgrund eines Gesetzes!) in Anspruch zu nehmen! Also doch unattraktiv machen, abschrecken! (Und natürlich weiterhin die wahren Kosten verstecken, Bilanzen frisieren, Wettbewerb (zu den Privaten) verzerren!)
DP: Andernfalls müssten die anderen Versicherten für die erhöhten Kosten aufkommen. Das wäre ungerecht.
Nein, Frau Pfeiffer, ungerecht ist, daß die Kassen ihre Kosten schönrechnen, die Ärzte um zustehenden Lohn betrügen, den Versicherten heile Leistungswelt vorgaukeln, ihnen Informationen vorenthalten oder verzerren, bloß um die eigenen Fleischtöpfe zu sichern und nicht zugeben zu müssen, daß die sozialistische Gesundheits-Planwirtschaft schon längst gescheitert ist, und strengenommen, die GKV bankrott ist!
Das IST ungerecht!
FR: Der Gesundheitsminister begründet die Kostenerstattung auch mit seinem Ziel, gesetzliche und private Kassen einander anzunähern und spricht plötzlich wieder von einer Basisversorgung für alle Versicherten.
DP: Das ist nun wirklich ein Griff in die gesundheitspolitische Mottenkiste. Was soll eine Basisversorgung denn sein? Eine künstliche Hüfte nur für unter 80-Jährige? Wir sollten vielmehr darum kämpfen, dass das medizinisch Notwendige für alle Versicherten auch künftig bezahlbar bleibt.
Komisch, SGB V, § 12, Satz 1 und 2 lauten:
SGB V
Leistungen der Krankenversicherung
§ 12
Wirtschaftlichkeitsgebot
1. Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.
2. Ist für eine Leistung ein Festbetrag festgesetzt, erfüllt die Krankenkasse ihre Leistungspflicht mit dem Festbetrag.
Was ist das anderes als die Definiton einer Basis-/Grundversorgung?
GKVersicherte haben – per Gesetz (!) - lediglich Anspruch auf obige Leistungen (die vom gemeinsamen Bundesausschuß konkretisiert werden), NICHT auf das medizinisch Machbare, auf Maximalversorgung!
Man erinnere sich bitte daran, daß die AOK (genauer der medizinische Dienst der AOKen) vor einiger Zeit den Begriff „altersbedingte Kontraindikation“ durch (bitte festhalten!) EUTHANASIE ersetzen wollte! Das ist KEIN schlechter Scherz, sondern schlicht Tatsache! (Wobei altersbedingte Kontraindikation schon Sinn machen kann, nämlich dann, wenn eine eigentlich medizinisch notwendige Maßnahme die Lebensqualität eher verschlechtert, bzw. die Lebenserwartung nicht erkennbar, unter menschenwürdigen Bedingungen, verlängert! Aber das muß individuell entschieden werden! Bloß, tun das die Kassen? Nein! Normalerweise reiten sie eben auf ihren Paragrafen herum, wie das bei Behörden (bzw. Quasibehörden) in Deutschland so Usus ist!)
DP: Die Kostenerstattung hilft hier nicht. Notwendig wäre vielmehr Wettbewerb, zum Beispiel bei den Krankenhäusern.
Was verstehen Krankenkassen unter Wettbewerb? Wie ich weiter oben schon versucht habe zu erklären, normalerweise NICHT das Miteinander im Wettstreitstehen Gleichberechtigter! Die Kassen wünschen sich, daß sie als Nachfragermonopol, den einzelnen Anbietern gegenüber stehen.
Im Arbeitsleben wäre das, das z.B. die Arbeitgebervereinigung Gesamtmetall NICHT der IG Metall als Gewerkschaft gegenübersteht, sondern jedem einzelnen Arbeitnehmer!
Begriffen?
Also die GKV-Macht gegen jedes einzelne Krankenhaus, jeden einzelnen niedergelassenen Arzt!
Warum gibt es Gewerkschaften? Warum gibt es Tarifverträge? Um den Einzelnen vor der Übermacht der Arbeitgeber zu schützen, um Ausbeutung zu verhindern! Ist auch völlig in Ordnung!
Nur im Gesundheitswesen wünschen sich ausgerechnet linke Ideologen das Gegenteil!
(Man komme mir jetzt bitte nicht mit den KV-/KZVen die doch Interessenvertretungen/Gewerkschaften der Ärzte wären! Wie ich oben gezeigt habe, sind diese lediglich noch Ausführungsorgan der via Politik beschlossenen Kassenpolitik. Sollten sie es tatsächlich – satzungsgemäß - wagen zu versuchen die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, drohen ihnen Strafen, Staatskommisar, Veto und Ersatzvornahmen der Aufsichtsbehörden. Die KV-/KZVen sind (der Vergleich ist passender als man ahnt) gleichgeschaltet!)
Wenn Sie Wettbewerb will, dann echten, mit gleichberechtigten, gleichstarken Partnern. Ohne direkte und indirekte Einflußnahme des Staates und der Politik zugunsten nur einer Partei!
Was Frau Pfeiffer hier betreibt ist POPULISMUS übelster Sorte, Angstmacherei um die eigenen Pfründe zu sichern und ein totes System zu stabilisieren!
(Warum fällt mir jetzt Thilo Sarrazin ein?)
Ich wiederhole mein Zitat aus "Die Feuerzangenbowle": "Bäh, was habt ihr für 'ne fiese Charakter!" Besser kann man es nicht sagen!
Dienstag, 5. Oktober 2010
Die sogenannte "Vorkasse"
BGM Rösler will im Gesundheitswesen mehr Kostenerstattung einführen!
Sofort nach Verlautbarung seiner Pläne ging das Gezeter los. Natürlich von Seiten der üblichen Verdächtigen: Kranke Kassen, LINKE, GRÜNE, SPD, Sozialverbände und, last but not least, natürlich einem alten Bekannten, Karl Lauterbach (Propeller-Charly, KlaBauterbach, KaLau).
Flugs hatten sie natürlich auch einen aussagekräftigen, diffamierenden Namen für das Kind: "Vorkasse"!
Mal ganz im Ernst, für wie doof müssen die die deutsche Bevölkerung halten, wenn sie glauben daß die dieses falsche Etikett nicht durchschauen? Oder ??
Vorkasse bedeutet: Es muß bezahlt werden bevor eine Leistung erbracht, eine Ware geliefert wurde!
Rösler will aber Kostenerstattung!
Und das bedeutet: Der Patient geht zum Arzt. Der Doc macht seine Arbeit (bei Nicht-Kassenleistungen sollte er - und tut das nach meiner Erfahrung auch - darüber aufklären, daß diese Leistung nicht von der kranken Kasse bezahlt wird). Anschließend erhält der Patient eine Rechnung, bezahlt diese (ob bar, Karte oder Überweisung ist wurscht), legt dann diese Rechnung der Kasse vor und die erstattet ihm den von der Kasse zu tragenden Betrag. Fertig!
Also eigentlich das Prinzip das im sonstigen Geschäftsleben wunderbar funktioniert. Leistung, Rechnug, Geld! Das funktioniert seit dem Altertum beim Friseur, beim Maurer, beim Tischler, beim Tierarzt (!), auf dem Markt, im Geschäft, beim Rechtsanwalt (früher - bis die Sachleistung kam - auch beim Arzt)!
Warum soll, was sonst problemlos funktioniert, ausgerechnet beim Arzt so falsch sein?
Dazu lohnt es sich das Abrechnungssystem der gesetzlichen kranken Kassen und die Zahlungswege genauer unter die Lupe zu nehmen.
In der GKV läuft das so:
Die kanken Kassen zahlen an die KV-/KZVen einen Pauschalbetrag pro Hauptversichertem (für die kostenfrei Mitversicherten gibt's nix).
Das ist das zur Verfügung stehende Budget = Gesamtvergütung!
Aus diesem Budget werden nun alle Kassenleistungen die Ärzte/Zahnärzte abrechnen bezahlt. (Um das ganze noch komplizierter zu machen gibts noch z.B. Hausarztverträge (die bekommen ein höheres Honorar, dafür die anderen dann weniger!), individuelle Budgets pro Praxis, errechnet nach Fachrichtung, vergangenen Patientenzahlen, durchschnittlichen regionalen Patientenzahlen, den Fallzahlen der benachbarten Kollegen und eventuellen Praxisbesonderheiten [das kann z.B. ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Patienten mit besonders teuren oder langwierigen Krankheiten sein, das kann die Lage in einem "sozialen" Brennpunkt, oder die Neugründung sein] .
Der Arzt macht also seine Arbeit und übermittelt der KV-/KZV wieviele Leistungen er für wieviele Versicherte welcher kranken Kasse er erbracht hat (Abrechnung).
Die KV/KZV (Die übrigens von den Ärzten/Zahnärzten bezahlt und getragen wird. Von jeder Abrechung behält die KV/KZV automatisch einen bestimmten prozentualen Anteil ein) rechnet nun aus wieviel Geld dem Arzt vom Budget dafür zusteht.
(Nicht ganz einfach, da vielfach die Kassen unterschiedliche Punktwerte (Preise) für unterschiedliche Leistungsbereiche zahlen und berücksichtigt werden muß ob es ein Patient des KV/KZV-Bereichs ist (Bsp. Westfalen-Lippe), oder einer Fremdkasse (z.B. aus Niedersachsen). Dann gelten nämlich wieder andere Punktwerte und es wird aus dem Budget der KV/KZV Niedersachsen bezahlt!
Insgesamt eine ganz schöne Hin und Herrechnerei, und gehörig Arbeit (und somit auch Verwaltungskosten)!)
Und nebenher prüft die KV/KZV auch noch ob die Abrechnung des Arztes überhaupt den Vorschriften der Gebührenordnung entspricht, die Plausibilität und Korrektheit!
Aus diesen Berechnungen ergibt sich nun der Anspruch des Arztes an dem ihm zustehenden Teil des Budgets!
Was aber, wenn das Budget z.B. Anfang Oktober aufgebraucht ist?
(Nach geltender Rechtsprechung dürfen die KV-/KZVen ihre Mitglieder nicht über den Ausschöpfungsgrad des Budgets informieren, da sie sich sonst ja danach richten könnten (Stichwort: "Budgetferien").
Dann hat der Arzt gefälligst (so das Urteil eines deutschen Gerichts) umsonst zu arbeiten!
Oder, wenn man anders rechnet, gibt es eben für alle erbrachten Leistungen (also die geleistete Arbeit) weniger, eben nicht den vereinbarten, vertraglich zugesicherten Lohn.
Ob ver.di, bzw. der DGB ein solches Vorgehen mit ihren Mitgliedern/den Arbeitbehmern wohl hinnehmen würde?
Und nun nähern wir uns dem Punkt wo es interessant wird, wo ersichtlich wird, warum ganz oben Genannte, die Kostenerstattung mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser!
1. Der Versicherte hat die Rechnung in der Hand und prüft ob auch wirklich nur das abgerechnet wurde, was der Arzt gemacht hat (und kann auch nachfragen), und wird wahrscheinlich aus allen Wolken fallen, wenn er - entgegen der politischen und medialen Propaganda - sieht wie wenig sein Arzt für die bei ihm geleistete Arbeit tatsächlich erhält.
Das kann denen, die immer von überhöhten Honoraren faseln und immer den Ärzten die Schuld für das Versagen der gerade getätigten Reform - vor der die Ärzte mal wieder vergeblich gewarnt haben - in die Schuhe schieben, natürlich nicht gefallen. Es bräche das Feindbild des Beutelschneiders, Abzockers, Gierhalses, Porschefahrers weg.
(Ich habe vor Jahren mal einen Test unter Freunden und Bekannten gemacht und sie schätzen lassen wieviel ich für bestimmte sehr häufige und bekannte Leistungen erhalte. Das Ergebnis war bezeichnend! ALLE schätzen das Honorar wesentlich höher - teilweise bis zu 300% - ein als es tatsächlich war. Als ich ihnen die wirklichen Zahlen nannte wollten sie mir nicht glauben! Das hatten sie nicht erwartet! Ein Freund der beim BGS (jetzt Bundespolizei) ist, sagte: "Dafür würd' ich Morgens nicht aufstehen!")
2. Bei der Kostenerstattung steht auf einmal der Versicherte selbst vor dem Sachbearbeiter der kranken Kasse, und nun muß dieser dem Versicherten erklären warum die Kasse dieses bezahlt, jenes nicht, oder nur zum Teil! Die Kassen (und Politik) könnten sich nicht mehr hinter dem Abrechnungssystem verstecken und großmäulig erklären es würde alles medizinisch Notwendige bezahlt, während sie das real NICHT tun! Die Lüge (und der fortwährende Betrug an den Ärzten, denen der Lohn für ihre Arbeit vorenthalten wird [Da fällt mir immer der Rattenfänger von Hameln ein!] ) würde offensichtlich!
3. Auch unter der Kostenerstattung gäbe es ja weiterhin das Budget. Nun stelle man sich vor - was mit Sicherheit so käme - es wäre ebenfalls Anfang Oktober das Budget leer! Und nun stehen die Versicherten vor den Sachbearbeitern und müssten sich anhören, daß sie keine Erstattung bekämen weil die Kassen leer sind, bzw. sie bekämen, damit es für alle reicht, weniger als zuvor zugesagt! Dann wäre Holland in Not!!!!
Auch in diesem Falle würde öffentlich was bisher im Geheimen, geschützt durch das Abrechnungssystem und die Sachleistung, seit Jahrzehnten geschieht! Die Versicherten würden a. begreifen daß die Klagen der Ärzte berechtigt waren und diese seit langem betrogen wurden, und b. daß auch sie von Politik(ern), Kassen, Parteien und Regierung seit langem verarscht und betrogen wurden!
4. Wird von Kassenseite angeführt ihre Verwaltungskosten würden dann steigen! Das ist sogar richtig! ABER, wer macht bisher die Verwaltungsarbeit für Budgetverwaltung, Abrechnung, Prüfung etc.? Ich habe es oben erklärt, die KV-/KZVen, und es sind somit die Ärzte, die dies auch bezahlen! Eigentlich ist es sehr geschickt von den Kassen, tauchen doch diese - normalerweise ihnen zugehörigen Kosten - überhaupt in keiner Kostenstatistik der kranken Kassen auf. Auf die Art kann man seine Bilanzen auch frisieren, dem im Grunde haben sie es geschafft, nicht nur andere die Arbeit machen zu lassen, sondern auch noch diese dazu gezwungen das auch noch zu bezahlen! Ürigens ist es bei der "Praxisgebühr" genauso! Die Kassen bekommen die vollen 10 €, die Ärzte müssen die Erhebungs-/Verwaltungskosten tragen. (Mich kostet jede kassierte Praxisgebühr 2 €, ich habe es ausgerechnet!)
Im Grunde werden derzeit die wahren Kosten verschleiert! Bei der Kostenerstattung würden diese plötzlich offensichtlich und den Versicherten klar welch gigantischen bürokratischen Wasserkopf die gesetzlichen Krankenkassen darstellen! Was wiederum nicht im Sinne von Lauterbach und Co. sein kann!
Klarer und offensichtlicher könnte das Lügengebäude der links-ideologischen Volksbetrüger ( zu denen leider auch die Parteien mit C im Namen gehören) nicht in sich zusammenkrachen!
Das gäbe einen Erdrutsch in dessen Folge ich (speziell nach Vorgängen wie um S21) mir durchaus Bäume mit daranbaumelnden Mitgliedern der politischen"Elite" vorstellen kann!
(Zur Klarstellung! Ich befürworte das weder, noch fordere ich das!)
Aber eine ganz kleine, klammheimliche Freude könnte ich mir sicher nicht verkneifen.
Nun noch eine Anmerkung zu den von vielen gefürchteten überhohen Rechnungen, die sich Rentner, Hartzer etc. dann ja nicht leisten könnten und deshalb nicht zum Arzt gingen; auf Kosten ihrer Gesundheit!
Das ist doch Bullshit! Hier werden doch nur - ich habe die Gründe oben angeführt - populistisch Ängste geschürt, zum Wohle der eigenen Pfründe.
(Bloß ist es hier Linkspopulismus, der ist anscheinend besser als anderer Populismus, klar ist ja auch der eigene!)
1. Gibt es sowieso eine einheitliche Gebührenordnung für die GKV. Da sind per se die Preise nicht groß unterschiedlich! Sind also keine gewaltigen Rechnungen zu befürchten.
2. Da wo tatsächliche sehr hohe Rechnungen entstehen können, handelt es sich in den meisten Fällen a. um keine Notfälle, sondern um planbare Behandlungen bei denen eine vorherige Kostenplanung - und dann auch ein Kostenvergleich - möglich sind, b. meistens um Privatbehandlungen, die die Kassen auch heute nicht bezahlen würden, und bei denen sowieso ein Kostenvoranschlag angefertigt werden muß, da sonst keine gültige Zustimmung des Patienten vorläge! (Obendrein kenne ich keinen Kollegen der nicht auch Ratenzahlung akzeptierte; man muß nur auch mal fragen! Beim Fernseher, Auto, Stereoanlage etc. ist das komischerweise für niemand ein Problem!)
3. Soll die Kostenerstattung freiwillig sein!
4. Bei Privatversicherten ist es seit langem üblich, (zum Ärger des Arztes der auf sein Geld warten muß!) daß der Patient den Arzt erst bezahlt wenn seine Versicherung gezahlt hat.
Könnte bei der Kostenerstattung in der GKV auch so sein und würde sich sicherlich rasch einbürgern. (Was den Ärzten nicht so lieb wäre!)
Wir evtl noch fortgeführt!
Sofort nach Verlautbarung seiner Pläne ging das Gezeter los. Natürlich von Seiten der üblichen Verdächtigen: Kranke Kassen, LINKE, GRÜNE, SPD, Sozialverbände und, last but not least, natürlich einem alten Bekannten, Karl Lauterbach (Propeller-Charly, KlaBauterbach, KaLau).
Flugs hatten sie natürlich auch einen aussagekräftigen, diffamierenden Namen für das Kind: "Vorkasse"!
Mal ganz im Ernst, für wie doof müssen die die deutsche Bevölkerung halten, wenn sie glauben daß die dieses falsche Etikett nicht durchschauen? Oder ??
Vorkasse bedeutet: Es muß bezahlt werden bevor eine Leistung erbracht, eine Ware geliefert wurde!
Rösler will aber Kostenerstattung!
Und das bedeutet: Der Patient geht zum Arzt. Der Doc macht seine Arbeit (bei Nicht-Kassenleistungen sollte er - und tut das nach meiner Erfahrung auch - darüber aufklären, daß diese Leistung nicht von der kranken Kasse bezahlt wird). Anschließend erhält der Patient eine Rechnung, bezahlt diese (ob bar, Karte oder Überweisung ist wurscht), legt dann diese Rechnung der Kasse vor und die erstattet ihm den von der Kasse zu tragenden Betrag. Fertig!
Also eigentlich das Prinzip das im sonstigen Geschäftsleben wunderbar funktioniert. Leistung, Rechnug, Geld! Das funktioniert seit dem Altertum beim Friseur, beim Maurer, beim Tischler, beim Tierarzt (!), auf dem Markt, im Geschäft, beim Rechtsanwalt (früher - bis die Sachleistung kam - auch beim Arzt)!
Warum soll, was sonst problemlos funktioniert, ausgerechnet beim Arzt so falsch sein?
Dazu lohnt es sich das Abrechnungssystem der gesetzlichen kranken Kassen und die Zahlungswege genauer unter die Lupe zu nehmen.
In der GKV läuft das so:
Die kanken Kassen zahlen an die KV-/KZVen einen Pauschalbetrag pro Hauptversichertem (für die kostenfrei Mitversicherten gibt's nix).
Das ist das zur Verfügung stehende Budget = Gesamtvergütung!
Aus diesem Budget werden nun alle Kassenleistungen die Ärzte/Zahnärzte abrechnen bezahlt. (Um das ganze noch komplizierter zu machen gibts noch z.B. Hausarztverträge (die bekommen ein höheres Honorar, dafür die anderen dann weniger!), individuelle Budgets pro Praxis, errechnet nach Fachrichtung, vergangenen Patientenzahlen, durchschnittlichen regionalen Patientenzahlen, den Fallzahlen der benachbarten Kollegen und eventuellen Praxisbesonderheiten [das kann z.B. ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Patienten mit besonders teuren oder langwierigen Krankheiten sein, das kann die Lage in einem "sozialen" Brennpunkt, oder die Neugründung sein] .
Der Arzt macht also seine Arbeit und übermittelt der KV-/KZV wieviele Leistungen er für wieviele Versicherte welcher kranken Kasse er erbracht hat (Abrechnung).
Die KV/KZV (Die übrigens von den Ärzten/Zahnärzten bezahlt und getragen wird. Von jeder Abrechung behält die KV/KZV automatisch einen bestimmten prozentualen Anteil ein) rechnet nun aus wieviel Geld dem Arzt vom Budget dafür zusteht.
(Nicht ganz einfach, da vielfach die Kassen unterschiedliche Punktwerte (Preise) für unterschiedliche Leistungsbereiche zahlen und berücksichtigt werden muß ob es ein Patient des KV/KZV-Bereichs ist (Bsp. Westfalen-Lippe), oder einer Fremdkasse (z.B. aus Niedersachsen). Dann gelten nämlich wieder andere Punktwerte und es wird aus dem Budget der KV/KZV Niedersachsen bezahlt!
Insgesamt eine ganz schöne Hin und Herrechnerei, und gehörig Arbeit (und somit auch Verwaltungskosten)!)
Und nebenher prüft die KV/KZV auch noch ob die Abrechnung des Arztes überhaupt den Vorschriften der Gebührenordnung entspricht, die Plausibilität und Korrektheit!
Aus diesen Berechnungen ergibt sich nun der Anspruch des Arztes an dem ihm zustehenden Teil des Budgets!
Was aber, wenn das Budget z.B. Anfang Oktober aufgebraucht ist?
(Nach geltender Rechtsprechung dürfen die KV-/KZVen ihre Mitglieder nicht über den Ausschöpfungsgrad des Budgets informieren, da sie sich sonst ja danach richten könnten (Stichwort: "Budgetferien").
Dann hat der Arzt gefälligst (so das Urteil eines deutschen Gerichts) umsonst zu arbeiten!
Oder, wenn man anders rechnet, gibt es eben für alle erbrachten Leistungen (also die geleistete Arbeit) weniger, eben nicht den vereinbarten, vertraglich zugesicherten Lohn.
Ob ver.di, bzw. der DGB ein solches Vorgehen mit ihren Mitgliedern/den Arbeitbehmern wohl hinnehmen würde?
Und nun nähern wir uns dem Punkt wo es interessant wird, wo ersichtlich wird, warum ganz oben Genannte, die Kostenerstattung mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser!
1. Der Versicherte hat die Rechnung in der Hand und prüft ob auch wirklich nur das abgerechnet wurde, was der Arzt gemacht hat (und kann auch nachfragen), und wird wahrscheinlich aus allen Wolken fallen, wenn er - entgegen der politischen und medialen Propaganda - sieht wie wenig sein Arzt für die bei ihm geleistete Arbeit tatsächlich erhält.
Das kann denen, die immer von überhöhten Honoraren faseln und immer den Ärzten die Schuld für das Versagen der gerade getätigten Reform - vor der die Ärzte mal wieder vergeblich gewarnt haben - in die Schuhe schieben, natürlich nicht gefallen. Es bräche das Feindbild des Beutelschneiders, Abzockers, Gierhalses, Porschefahrers weg.
(Ich habe vor Jahren mal einen Test unter Freunden und Bekannten gemacht und sie schätzen lassen wieviel ich für bestimmte sehr häufige und bekannte Leistungen erhalte. Das Ergebnis war bezeichnend! ALLE schätzen das Honorar wesentlich höher - teilweise bis zu 300% - ein als es tatsächlich war. Als ich ihnen die wirklichen Zahlen nannte wollten sie mir nicht glauben! Das hatten sie nicht erwartet! Ein Freund der beim BGS (jetzt Bundespolizei) ist, sagte: "Dafür würd' ich Morgens nicht aufstehen!")
2. Bei der Kostenerstattung steht auf einmal der Versicherte selbst vor dem Sachbearbeiter der kranken Kasse, und nun muß dieser dem Versicherten erklären warum die Kasse dieses bezahlt, jenes nicht, oder nur zum Teil! Die Kassen (und Politik) könnten sich nicht mehr hinter dem Abrechnungssystem verstecken und großmäulig erklären es würde alles medizinisch Notwendige bezahlt, während sie das real NICHT tun! Die Lüge (und der fortwährende Betrug an den Ärzten, denen der Lohn für ihre Arbeit vorenthalten wird [Da fällt mir immer der Rattenfänger von Hameln ein!] ) würde offensichtlich!
3. Auch unter der Kostenerstattung gäbe es ja weiterhin das Budget. Nun stelle man sich vor - was mit Sicherheit so käme - es wäre ebenfalls Anfang Oktober das Budget leer! Und nun stehen die Versicherten vor den Sachbearbeitern und müssten sich anhören, daß sie keine Erstattung bekämen weil die Kassen leer sind, bzw. sie bekämen, damit es für alle reicht, weniger als zuvor zugesagt! Dann wäre Holland in Not!!!!
Auch in diesem Falle würde öffentlich was bisher im Geheimen, geschützt durch das Abrechnungssystem und die Sachleistung, seit Jahrzehnten geschieht! Die Versicherten würden a. begreifen daß die Klagen der Ärzte berechtigt waren und diese seit langem betrogen wurden, und b. daß auch sie von Politik(ern), Kassen, Parteien und Regierung seit langem verarscht und betrogen wurden!
4. Wird von Kassenseite angeführt ihre Verwaltungskosten würden dann steigen! Das ist sogar richtig! ABER, wer macht bisher die Verwaltungsarbeit für Budgetverwaltung, Abrechnung, Prüfung etc.? Ich habe es oben erklärt, die KV-/KZVen, und es sind somit die Ärzte, die dies auch bezahlen! Eigentlich ist es sehr geschickt von den Kassen, tauchen doch diese - normalerweise ihnen zugehörigen Kosten - überhaupt in keiner Kostenstatistik der kranken Kassen auf. Auf die Art kann man seine Bilanzen auch frisieren, dem im Grunde haben sie es geschafft, nicht nur andere die Arbeit machen zu lassen, sondern auch noch diese dazu gezwungen das auch noch zu bezahlen! Ürigens ist es bei der "Praxisgebühr" genauso! Die Kassen bekommen die vollen 10 €, die Ärzte müssen die Erhebungs-/Verwaltungskosten tragen. (Mich kostet jede kassierte Praxisgebühr 2 €, ich habe es ausgerechnet!)
Im Grunde werden derzeit die wahren Kosten verschleiert! Bei der Kostenerstattung würden diese plötzlich offensichtlich und den Versicherten klar welch gigantischen bürokratischen Wasserkopf die gesetzlichen Krankenkassen darstellen! Was wiederum nicht im Sinne von Lauterbach und Co. sein kann!
Klarer und offensichtlicher könnte das Lügengebäude der links-ideologischen Volksbetrüger ( zu denen leider auch die Parteien mit C im Namen gehören) nicht in sich zusammenkrachen!
Das gäbe einen Erdrutsch in dessen Folge ich (speziell nach Vorgängen wie um S21) mir durchaus Bäume mit daranbaumelnden Mitgliedern der politischen"Elite" vorstellen kann!
(Zur Klarstellung! Ich befürworte das weder, noch fordere ich das!)
Aber eine ganz kleine, klammheimliche Freude könnte ich mir sicher nicht verkneifen.
Nun noch eine Anmerkung zu den von vielen gefürchteten überhohen Rechnungen, die sich Rentner, Hartzer etc. dann ja nicht leisten könnten und deshalb nicht zum Arzt gingen; auf Kosten ihrer Gesundheit!
Das ist doch Bullshit! Hier werden doch nur - ich habe die Gründe oben angeführt - populistisch Ängste geschürt, zum Wohle der eigenen Pfründe.
(Bloß ist es hier Linkspopulismus, der ist anscheinend besser als anderer Populismus, klar ist ja auch der eigene!)
1. Gibt es sowieso eine einheitliche Gebührenordnung für die GKV. Da sind per se die Preise nicht groß unterschiedlich! Sind also keine gewaltigen Rechnungen zu befürchten.
2. Da wo tatsächliche sehr hohe Rechnungen entstehen können, handelt es sich in den meisten Fällen a. um keine Notfälle, sondern um planbare Behandlungen bei denen eine vorherige Kostenplanung - und dann auch ein Kostenvergleich - möglich sind, b. meistens um Privatbehandlungen, die die Kassen auch heute nicht bezahlen würden, und bei denen sowieso ein Kostenvoranschlag angefertigt werden muß, da sonst keine gültige Zustimmung des Patienten vorläge! (Obendrein kenne ich keinen Kollegen der nicht auch Ratenzahlung akzeptierte; man muß nur auch mal fragen! Beim Fernseher, Auto, Stereoanlage etc. ist das komischerweise für niemand ein Problem!)
3. Soll die Kostenerstattung freiwillig sein!
4. Bei Privatversicherten ist es seit langem üblich, (zum Ärger des Arztes der auf sein Geld warten muß!) daß der Patient den Arzt erst bezahlt wenn seine Versicherung gezahlt hat.
Könnte bei der Kostenerstattung in der GKV auch so sein und würde sich sicherlich rasch einbürgern. (Was den Ärzten nicht so lieb wäre!)
Wir evtl noch fortgeführt!
Abonnieren
Posts (Atom)
